zur Navigation springen

Quickborner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 22:55 Uhr

Keine Tabus beim „Sommerplausch“ : Der SPD-Ortsverein diskutierte in Ellerau mit Besuchern

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Gedankenaustausch mit der Bevölkerung. Mit dabei: Bundestagsmitglied Ernst Dieter Rossmann.

Ellerau | Der „Sommerplausch“ der SPD-Mitglieder ging in die zweite Runde. Nach der starken Resonanz anlässlich einer AfD-Veranstaltung im Bürgerhaus stieß das Gesprächsangebot zu Beginn der Sommerferien auf weniger Interesse. Dennoch fand ein reger Gedankenaustausch mit Besuchern und Parteifreunden an den Stehtischen statt.

Die SPD-Mandatsträger der Krumbekgemeinde gaben Auskunft über „Brennpunkte“ der örtlichen Kommunalpolitik: Anliegerbeiträge bei Straßeninstandsetzungen, Flüchtlingswohnungen, S-Bahn-Planung. Dazu SPD-Fraktionschefin Claudia Hansen: „Ich muss nicht nur die neuesten Entwicklungen im Blick haben, sondern auch die Meinungen und Wünsche der Bürger kennen, um in der Gemeindevertretung entsprechende Positionen vertreten zu können.“ Als Beispiel nannte sie die Bürgerversammlung zur Unterbringung geflüchteter Menschen im Finkenweg 5, wo von einem Investor ein Flüchtlingsheim angedacht war. „Die geführten Gespräche haben mir geholfen, einem neuen, parteiübergreifenden Antrag zuzustimmen: Das am Finkenweg vorgesehene Wohngebäude wird es nicht mit der Gemeinde als Hauptmieter geben. Vielmehr ist beschlossen worden, bei Notwendigkeit auf dem gemeindeeigenen Grundstück Finkenweg 7 eine Unterkunft selbst zu errichten.“

Der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Lars Schmidt-von Koss ergänzte: „Zur Zeit sind in Ellerau 26 Flüchtlinge in angemieteten Wohnungen untergebracht. Falls ein größerer Bedarf entstehen sollte, können wir die Planungen von Norderstedt übernehmen, mit dem Kieler Modell als Vorbild. Es sieht eine Bauweise für maximal 30 Flüchtlinge vor, die Unterkünfte können später in sozialen Wohnungsbau umgewandelt werden. Dadurch brauchen wir keine eigene Neuplanung.“

Beim S-Bahnbau ist sich der gesamte SPD-Vorstand einig: „Das Entscheidende ist nicht die Zweigleisigkeit, sondern die Bahnquerung vor dem Rathaus. Dieser Knotenpunkt mit der Bahnquerung muss entschärft werden.“ In der vorliegenden Planung sei eine Lösung des Problems aber nicht berücksichtigt. „Der Verkehrsminister redet zwar mit uns, aber bisher gibt es keine neuen Vorschläge“, sagte Schmidt-von Koss.

Die Ellerauerin Saskia Brix nutzte den Sommerplausch, um sich von Bürgermeister Eckart Urban die Grundinstandsetzung von Gemeindestraßen erklären zu lassen. Besondere Freude herrschte an den Plaudertischen beim Eintreffen des SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann. Scherzend bestätigte der Abgeordnete: „Ich bin hier auf fremdem Territorium, aber Sie wissen doch, mich interessieren lokale Anliegen: Schule, Bildung, Verkehrsanbindung und Neubaugebiete.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 01.Aug.2016 | 14:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen