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Quickborner Tageblatt

03. Dezember 2016 | 22:57 Uhr

Berufskundetag an der Comenius-Schule : Dem Traumjob einen Schritt näher

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Comenius-Schule lud erstmals zehn Arbeitgeber ein. 220 Schüler der Jahrgänge 9 und 10 informierten sich.

Quickborn | Beim ersten Berufskundetag der Comenius-Schule in Quickborn haben sich gestern zehn Arbeitgeber den 220 Schülern der Jahrgänge 9 und 10 vorgestellt. Lehrlinge und andere Firmenmitarbeiter hielten in den Klassenzimmern Vorträge über die Ausbildungsberufe und beantworteten Fragen. Jeder Schüler hatte sich zuvor für vier Unternehmen angemeldet.

Fabienne Saho berichtete begeistert von einem Gespräch mit Vertretern der Bundeswehr. „Ich dachte, die Bundeswehr ist eher was für Männer. Aber nun habe ich gehört, dass es auch gleichberechtigt für Frauen ist. Das finde ich gut“, sagte die 15-Jährige. Sie würde gern bei der Bundeswehr Medizin studieren, da die Zulassungsbeschränkung dort niedriger als an den Universitäten sei. „Das wusste ich gar nicht. Das wird einem einfach viel näher gebracht“, berichtete die Schülerin. Sie empfand es als angenehm, die Betriebe in der eigenen Schule kennenzulernen. „Man fühlt sich nicht so fremd“, sagte sie.

Auch Felix Lange kann sich eine Tätigkeit bei der Bundeswehr vorstellen. Ihn beeindruckte das Gehalt: „Das ist stabil: 700 Euro netto in der Ausbildung“, berichtete der 16-Jährige. Zudem überzeugte ihn die Ehrlichkeit der Redner: „Sie haben die Risiken genannt: psychische Störungen und Tod. Damit sollte man rechnen, wenn man sich darauf einlässt“, sagte er.

Filiz Akin besuchte einen Vortrag des Finanzamts. Sie will im Büro arbeiten. Ohne den Berufskundetag wäre sie nicht darauf gekommen, dass das auch beim Finanzamt möglich ist. „Ich habe Interesse daran bekommen“, so Filiz. Es habe sie angesprochen, dass es bei der Behörde verschiedene Arbeitsbereiche gebe und die Beamten auch Außentermine wahrnähmen. „Es ist spannend, dass sie so viel Macht haben, dass man sogar ins Gefängnis kommen kann“, bemerkte die 17-Jährige.

Nach einem Vortrag von Vertretern der Firma Panther Packing falteten Fabienne Saho (l.) und Filiz Akin ein Tischfußballfeld.
Nach einem Vortrag von Vertretern der Firma Panther Packing falteten Fabienne Saho (l.) und Filiz Akin ein Tischfußballfeld. Foto: Frank
 

Für Melissa Kasapoglu stand schon vorher fest, dass sie den Beruf der Schifffahrtskauffrau lernen will. Die 17-Jährige hörte sich aber mit Interesse die Vorstellung des Autohauses May & Olde an. „Mein erster Eindruck war, dass sie sehr schick gekleidet sind. Ich mag Jobs, wo man schick gekleidet ist“, sagte sie. Von der Assistentin der Geschäftsleitung, Stefanie Bruland-Brückner, wollte sie wissen, ob die Mitarbeiter die Autos probefahren dürfen. Antwort: „Ja, bei Schulungen darf man auch fahren.“

Melissa berichtete, dass die Schüler im vergangenen Jahr einen Ausflug ins Berufsbildungszentrum (BBZ) Norderstedt unternahmen, um sich zu informieren. Dass die Firmen nun in die Schule kommen, empfand sie als Luxus. Fabienne bekräftigte: „Ich finde es gut, dass unsere Schule das gemacht hat. Ich bin richtig stolz auf meine Schule.“

Leiterin Susanne von Glasenapp begründete die Einführung des Angebots: „Es gibt so eine Fülle an Berufsbildern. Es ist schwierig für die Schüler, sich vorzustellen, was sie erwartet.“ Christian Gramman, Leiter der Berufsorientierung an der Comenius-Schule berichtete, dass Praktika in den Klassen 8 und 9 den Schülern wertvolle Einblicke gäben. Der Berufskundetag soll die Berufsorientierung ausbauen. „Wenn die Schüler uns verlassen, wissen sie, wo sie hinwollen“, betonte von Glasenapp.

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erstellt am 10.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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