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Quickborner Tageblatt

03. Dezember 2016 | 07:44 Uhr

Wechsel : Das neue „Haus des Kunstvereins“

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Gruppe übernimmt Offenes Atelier.

Quickborn | Wer von Quickborn Richtung Bilsen fährt, sieht es: Etwa 500 Meter nach dem Ortsschild steht seit Kurzem am linken Straßenrand ein großes Transparent. Auf weißem Grund ist in den Farben Rot, Orange, Grün und Blau der vierzeilige Schriftzug „Kunstverein Quickborn“ zu lesen. Er weist auf dessen neues Domizil im ehemaligen Offenen Atelier Quickborn hin.

Nach dem plötzlichen Tod der Vorsitzenden Marianne Gehrke am 19. Mai 2016 schlägt der Verein ein neues Kapitel auf. Gehrke und ihr Mann Edwin Zaft hatten das Offene Atelier 2006 in dem Gehöft in der Kieler Straße 149 gegründet und privat betrieben. „Es war so gedacht, dass sich kreative Leute einen Malplatz mieten und dort tagsüber arbeiten“, erläuterte Zaft im Gespräch mit unserer Zeitung. Zudem unterhielt das Paar in den Räumen ein Grafikbüro. „Nach dem Tod meiner Frau konnte ich das nicht allein bewältigen“, sagte Zaft.

Zugleich stand die Galerie VB an der Dorotheenstraße dem Verein nur bis Ende Juni zur Verfügung. Die kommissarische Vorsitzende Renate Poggendorf berichtete, dass die Gruppe den Ausstellungsbetrieb dort ohne Gehrke auch nicht hätte aufrechterhalten können. Deshalb verlagerte der 33-köpfige Zusammenschluss von Künstlern und Kunstbegeistertenseine Aktivitäten und löste zum 1. August Zaft als Mieter der Räume an der Kieler Straße ab, die nun „Haus des Kunstvereins“ heißen. Gestern wurde darin dessen erste Ausstellung eröffnet, eine Schau des Hamburger Forums für Künstlernachlässe unter dem Titel „Was bleibt“.

Künftig sollen in dem Atelier pro Jahr vier Quartalsausstellungen gezeigt und drei Lesungen zu kunsthistorischen Themen gehalten werden. Zudem plant der Verein Projekte, mit denen er jungen Menschen die Kunst nahebringen möchte.

Der Alltagsbetrieb in dem 100 Quadratmeter großen Atelier, zu dem eine Bibliothek und zwei Lagerräume mit insgesamt 50 Quadratmetern gehören, läuft wie bisher weiter. Regelmäßig arbeiten dort die Künstler Zaft, Ute Höller und Alice Kaufmann, sporadisch außerdem weitere fünf bis sechs Kulturschaffende. Am Mittwoch, 11. Januar, wird der Verein einen neuen Vorstand wählen. Poggendorf will aufgrund ihres Alter nicht kandidieren. Sie ist 80 Jahre alt und setzt auf jüngere Unterstützer. „Es geht um das Kommunizieren der Kultur, darum, ein Bewusstsein zu fördern, einen Wert zu erhalten und ihn in einem kleinen Ort wie Quickborn deutlich zu machen“, betonte die Künstlerin.

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erstellt am 12.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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