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Quickborner Tageblatt

07. Dezember 2016 | 19:33 Uhr

Charme, Glamour und Gänsehaut

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Konzert Lillemor Spitzer und Petter Bjällö zogen zur Eröffnung der Eulenfestwoche etwa 150 Zuhörer mit Musical-Hits in den Bann

Lillemor Spitzer hat ihre Tricks verraten. Wenn sie auf der Bühne ihren Gesangspartner Petter Bjällö küsst, legt sie zärtlich vier Finger auf seine Wange, auf seinen Mund aber den Daumen. Den reckte sie am Donnerstag im Quickborner Artur-Grenz-Saal in die Höhe, während sie triumphierend lächelte: Ihr roter Lippenstift prangte auf dem Daumenrücken, nicht aber auf Bjällös schmollenden Lippen.

Mehr als zwei Stunden lang unterhielten die beiden Ausnahmesänger die etwa 150 Gäste mit viel Charme, Witz, Glamour und einem Streifzug durch den Jazz sowie die Musicals der vergangenen 100 Jahre: West-Side-Story, Les Miserables, Kiss me Cate, Tanz der Vampire, Elisabeth, Aida, Cats, Grease. Auf Bühnenbilder und Kostüme verzichteten die Deutsch-Amerikanerin und der Schwede. Ein Smoking, ein schulterfreies eng anliegendes Abendkleid, ihre Blicke, ein paar Gesten, einige Tanzschritte und ihre starken Stimmen reichten, um in den Zuhörern Bilder von Musical-Aufführungen und -Filmen aufsteigen zu lassen. Für jeden Titel schlüpfte das Paar in neue Rollen. Bei dem Stück „One Hand One Heart“ aus der West-Side-Story standen Spitzer und Bjällö einander als Maria und Tony gegenüber, schauten sich innig an und sangen sich ein Trauversprechen zu. Bei der Moonlight-Serenade aus Cats spielten sie Katz und Maus. Beide hoben getrennt voneinander mit dem Gesang an, warfen sich giftige Blicke zu, bis sie scheinbar streitend die Bühne verließen und Saxophonist Hans-Malte Witte unter einem mondrunden Spot auf den Vorhängen die berühmte Melodie zum Klingen brachte.

Mit seinem Auftritt als Phantom der Oper erzeugte Bjällö Gänsehaut. „Lass dich treiben, lass alles hinter dir“, sang er. Das konnten die Zuhörer an diesem Abend, der mit drei Zugaben endete, erleben. „Es ist so nah, es ist einfach berührend“, sagte Monika Oldenburg aus Quickborn. Gisela Fickel aus Borstel-Hohenraden schwärmte: „Ich bin fasziniert von den Stimmen.“

Die Freunde der Kammermusik eröffneten mit dem Konzert die Eulenfestwoche. „Für diesen Anlass braucht man einfach etwas mit Pepp“, sagte Vorstandsmitglied Bärbel Schneider.

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erstellt am 10.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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