zur Navigation springen

Quickborner Tageblatt

03. Dezember 2016 | 18:49 Uhr

Bürgerbeteiligung ein großer Erfolg

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Dorfentwicklung Planergruppe sammelt Ideen und Wünsche der Tangstedter / Im März soll die Planung abschlossen sein

Der Prozess für einen Dorfentwicklungsplan der Gemeinde Tangstedt startete bereits im Juli (unsere Zeitung berichtete). Nach zahlreichen Treffen eines Arbeitskreises sowie eines Runden Tisches mit den Institutionen und Vereinen der Gemeinde wurden nun die Tangstedter Bürger mit in die Planung einbezogen. Während einer Bürgerbeteiligung im Gemeindezentrum stellten die Architekten Martin Stepany und Torsten Schibisch der AC Planungsgruppe aus Itzehoe den aktuellen Stand vor.

Etwa 70 Tangstedter folgten der Einladung der Planungsgruppe und der Gemeinde. „Ich bin erfreut, dass so viele gekommen sind, obwohl viele wahrscheinlich noch nicht ganz wissen, was sie davon halten sollen“, sagte Bürgermeisterin Henriette Krohn (parteilos). Auch Stepany begrüßte die Gäste mit den Worten: „Ein schönes volles Haus haben wir heute.“ Die Architekten legten großen Wert darauf, die Besucher nicht nur mit Informationen über den bisherigen Planungsstand zu versorgen. „Ich freue mich, dass sie sich gleichzeitig auf ein kleines Spielchen eingelassen haben“, sagte Stepany.

Das Spiel bestand darin, dass die Besucher in Gruppen eingeteilt wurden. Zu fünf unterschiedlichen Themen sollten sie ihre Gedanken und Wünsche aufschreiben. Zu den Themen gehörte „Naherholung/Freizeit“, „Wohnen“, „Image/Identität“, „Ortsmitte“ sowie „Lebensqualität“. Schnell war zu sehen, dass die Tangstedter besonders auf ihre Naturverbundenheit stolz sind. Auch die Ruhe und die guten Beziehungen zu Nachbarn spielen eine große Rolle. So gab die große Mehrheit an diesem Abend auf einer Skala von null bis zehn an, dass sie sich meist als echter Tangstedter sehen.

Bei den Verbesserungswünschen und Anregungen fiel jedoch vor allem auf, dass sich fast alle Bürger der Gemeinde ein Lebensmittelgeschäft wünschen würden. Auch eine bessere Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel wünschen sich viele. Eine Ortsmitte wird ebenfalls von vielen gewünscht, doch wenn eine entstehen soll, wie wird diese aussehen? Eine Ortsmitte ist für die Teilnehmer der Veranstaltung ein Platz an dem sich Menschen treffen, Feste stattfinden und Informationen ausgetauscht werden können. Dazu wünschen sich viele einen Tante-Emma-Laden, eine Eisdiele, Bänke und Bäume sowie einen Spielplatz und eventuell auch einen Wochenmarkt. „Sie haben keine ganz spleenigen Sachen angeführt. Das macht es uns natürlich leichter“, sagte Stepany. Allerdings betonte er, dass am Ende vermutlich nicht alle Wünsche erfüllt werden können. „Jedoch ist in den Listen gut zu sehen, was Ihnen am wichtigsten zu sein scheint“, stellte er fest.

Wie geht es nun weiter? Die Ergebnisse aus der Befragung der Tangstedter Bürger sollen nun ausgewertet werden und weitestgehend in die Planung aufgenommen werden. Ein weiterer Runder Tisch sowie einige Treffen des Arbeitskreises sind bereits geplant. Bis November sollen die Entwicklungsziele und Prognosen für den Prozess ausgearbeitet sein. Von Dezember bis Januar steht das Nutzungs- und Strukturkonzept an und von Februar bis März das Maßnahmen- und Umsetzungskonzept. Im März soll die Fertigstellung mit einem Endbericht erfolgen, der in der Gemeindevertretung beschlossen werden soll. „Am Ende werden sie über die Ergebnisse informiert“, kündigte Stepany an. Die Auswertungen des Abends sowie der Planungsablauf sind in der nächsten Woche auf der Webseite des Amtes Pinnau zu finden.
>

www.amt-pinnau.de

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen