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Quickborner Tageblatt

09. Dezember 2016 | 22:25 Uhr

Bildungsministerin in Quickborn : Britta Ernst besucht die Goethe-Schule

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Bildungsministerin folgte gestern der Einladung des Elternbeirats. Diskussion über Umzug und Lehrerversorgung.

Quickborn | Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat gestern die Goethe-Schule in Quickborn besucht. Der Elternbeiratsvorsitzende Ernst Stilke freute sich, dass sie seiner Einladung gefolgt war. „Wir haben das als positive Anerkennung unserer Arbeit gesehen“, sagte er gegenüber unserer Zeitung.

Stilke berichtete der Ministerin, dass die Eltern die Lehrerversorgung bemängeln und sich gegen den von der Stadt für 2020 geplanten Umzug der Einrichtung in das Schulzentrum-Süd stemmen. Ernst stellte jedoch klar, dass sie in diesem Streit keine Partei ergreifen wird. „Das ist nicht meine Zuständigkeit“, sagte sie. Für die Gebäude ist die Stadt Quickborn als Schulträger verantwortlich. „Der Vorteil ist, dass die Eltern vor Ort mit den Verantwortlichen diskutieren können. Es würde es nicht leichter machen, wenn das Land oder sogar der Bund zuständig wäre“, sagte Ernst. Sie zeigte aber Verständnis für die Eltern: „Zu jedem Standort gehört viel Herzblut. Deshalb sind solche Entscheidungen nicht leicht“, gab sie zu.

Stilke bat die Ministerin, ihren Einfluss geltend zu machen, damit Quickborn Mittel aus einem Topf der Bundesregierung mit 34 Milliarden Euro für Schulrenovierungen erhält. Wenn das gelänge, bestünde Hoffnung, dass die Schule an ihrem Standort bleiben könne. Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) betonte dagegen: „Das ist eine Schule, die nicht sanierungsfähig ist.“ Er wünsche sich, dass sich die Eltern in die Gestaltung des neuen Standorts einbringen würden.

Stilke beklagte jedoch den Mangel einer Vermittlungsebene zwischen Politik und Eltern. „Wir haben versucht, einen Runden Tisch herzustellen. Das wurde abgebügelt“, sagte er. Der Beiratsvorsitzende kündigte daher an, dass er die Stadt nach dem Informationsfreiheitsgesetz auf Herausgabe der Zahlen verklagen werde, die zur Entscheidung für den Umzug führten.

Stilke freute sich, dass die 64 Erstklässler dieses Jahres nicht auf zwei, sondern auf drei Klassen aufgeteilt wurden. Er bedauerte aber, dass der Schule dazu Lehrer mit ersten Staatsexamen ohne Referendariat geschickt wurden. Ernst erläuterte, dass das Land auch Seiten- und Quereinsteiger einsetze, um die Grundschulen in der Fläche zu versorgen. „Wer studiert, soll in die Praxis. Wenn noch nicht fertige Lehrer an die Schulen gehen, ist das völlig vertretbar“, sagte sie.

Die Goethe-Schule in Quickborn besteht seit 50 Jahren. Aus diesem Anlass lädt das Kollegium für Donnerstag, 15. Dezember, zu einer großen Weihnachtsfeier ein. Die Kinder werden in den Klassen viele Überraschungen vorbereiten. Gemeinsam mit den Gästen werden sie Weihnachtslieder singen und dabei mit elektrischen Teelichtern auftreten. Die Feier in der Schule in der Goethestraße 52 soll von 16 bis 19 Uhr dauern.
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erstellt am 26.Nov.2016 | 15:00 Uhr

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