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Quickborner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 09:15 Uhr

Torfwerk in Quickborn : Bekommt der Kreis Pinneberg hier ein neues Kulturzentrum

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Stadt Quickborn kauft das Betriebsgelände im Himmelmoor und will es in Zukunft kulturell nutzen.

Quickborn | Die Stadt Quickborn hat das Torfwerk im Himmelmoor gekauft, um es kulturell zu nutzen. Das berichtete Wolfgang Tröger (SPD), Vorsitzender des Finanzausschusses, während der jüngsten Ratsversammlung. „Ein Konzert im Torfwerk mit einem anschließenden Spaziergang durch das Himmelmoor wäre doch eine schöne Sache“, sagte er. Das Gelände solle nicht als Industriebrache enden. Als Vorbild nannte Tröger das Kultur- und Kommunikationszentrum „Fabrik“ in Hamburg-Altona.

Der Torfabbau in dem einst größten Hoochmoor Schleswig-Holsteins soll nach Angaben der Stadtverwaltung spätestens Ende 2020 eingestellt werden, nach Informationen unserer Zeitung aber wahrscheinlich bereits Ende 2018. Eigentümer der Firma Torfwerk-Einfeld-Carl-Hornung ist Hermann Hornung aus Neumünster. Er beschäftigt zurzeit sieben Mitarbeiter im Abbau von Weißtorf, der vor allem als Gartendünger zum Einsatz kommt.

Die Stadt will sich mit dem Kauf nicht nur die Möglichkeit offen halten, das Gelände als Museum, für die Naturkunde oder kulturelle Zwecke zu nutzen. Sie möchte auch den Betrieb der Torfbahn aufrechterhalten, auf die die Feuerwehr bei Einsätzen in dem Naturschutzgebiet angewiesen ist.

Zum Kaufpaket gehörten Teile der zum Torfwerk führenden Himmelmoorchaussee, der Parkplatz des Betriebs, Wege und eine Pinnau-Brücke, die nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen entspricht. Die Stadt will sie für die Feuerwehr, Landwirte und Touristen durch einen Neubau für 385.000 Euro ersetzen. Insgesamt erwarb die Stadt 27.000 Quadratmeter aus privater Hand.

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