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Quickborner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 07:08 Uhr

Quickborn : Austausch mit Schülern aus Jerusalem

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

13 Jugendliche aus Israel leben zwei Wochen lang bei Schülern des Elsensee-Gymnasiums.

Quickborn | Sie haben am Montagabend zum ersten Mal europäischen Boden betreten. 13 Schüler aus zwölf Gymnasien in Jerusalem besuchen zwei Wochen lang Quickborn. Die 14- bis 16-Jährigen wohnen bei Acht- und Neuntklässern des Elsensee-Gymnasiums. „Wir hoffen, dass wir einen großartigen Kulturaustausch haben werden“, sagte die 16-jährige Israelin Israa gestern auf Englisch, als Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) die Gruppe in der Quickborner Feuerwache begrüßte.

Den Kontakt hatte die pensionierte Quickborner Studienrätin Naimeh Hollmann von der Hamburger Gesellschaft für Deutsch-Arabische Begegnungen (GDAB) hergestellt. Dreimal führte sie bereits Schüler aus Jerusalem und Hamburg zusammen. Zum ersten Mal hat sie nun einer israelischen Gruppe zu einem Besuch in Quickborn verholfen; die GDAB bezuschusste die Reise. Die Schüler und ihre Begleiterin Leila Sharif, Englisch-Lehrerin an der Al-Fataá-Basic-School in Jerusalem, fuhren per Bus nach Tel-Aviv und flogen mit Zwischenstopp in München nach Hamburg.

Hollmann betonte: „Toleranz und Verständigung zwischen Menschen aus zwei verschiedenen Kulturen kann man nur durch Besuche erreichen.“ Informationen aus den Medien reichten dazu nicht aus. Jugendliche hätten meist nur vage Vorstellungen von anderen Kulturen. „Aber wenn sie abreisen, sagen sie: ‚Mein Freund ist ein Araber‘“, prophezeite Hollmann. Bei den Gästen aus Jerusalem handle es sich überwiegend um Moslems.

Freude über Begegnungen

Lehrerin Sharif freute sich über die Begegnung: „Ich möchte mehr über Deutschland, seine Kultur und Bräuche erfahren, aber auch die Deutschen mehr über unser Land, unsere Sitten, unsere Religion und touristischen Orte wissen lassen“, sagte sie. Zudem erhofft sie sich einen Austausch über Lehrmethoden.

Die Schulbehörde in Jerusalem stellte die Gruppe in einem Auswahlverfahren zusammen. Jede Schule hatte drei Jugendliche mit guten Schulnoten und guten Englischkenntnissen nominiert. Kriterium für die Auswahl der Gastgeber in Quickborn war die Bereitschaft zu einem Gegenbesuch. „Ich hoffe, dass wir uns nächstes Jahr in Jerusalem treffen“, so Sharif.

Auf dem Programm steht nicht nur Unterricht. Jerusalemer und Quickborner wollten gestern das Hamburger Rathaus, heute den Berliner Reichstag besuchen. Geplant sind Ausfahrten zum Hamburger Hafen und nach Schwerin. Die ersten Eindrücke der Gäste: Yumna staunte über die Vielzahl an Bäumen, Mohmmad über spitze Dächer. Israa bemerkte: „Die Straßen sind so sauber.“

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erstellt am 13.Jul.2016 | 13:30 Uhr

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