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Quickborner Tageblatt

10. Dezember 2016 | 21:27 Uhr

Chance auf Landtagsmandat : Annabell Krämer steht weit oben auf FDP-Liste

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Kandidatur: Annabell Krämer steht weit oben auf FDP-Liste. Sie will weiter in Quickborner Politik arbeiten.

Quickborn | Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Annabell Krämer (FDP) aus Quickborn 2017 erstmals in den Kieler Landtag einziehen. „Ich will nicht übermütig sein, aber die Chancen stehen gut“, sagte die 45-Jährige dem Quickborner-Tageblatt. Der Parteitag am Sonntag in Neumünster wählte Krämer auf Platz 6 der FDP-Liste für die schleswig-holsteinische Landtagswahl am 7. Mai 2017. Wie berichtet, setzte sich die Quickbornerin mit 153 von 198 Stimmen gegen den einstigen Landtagsfraktions-Chef und Bildungsminister Ekkehard Klug aus Kiel durch.

2012 erhielt die FDP 8,2 Prozent der Stimmen und sechs Plätze im Landtag. Einer Umfrage des Insa-Instituts zufolge käme sie derzeit auf zwölf Prozent. Wenn sich diese Stimmung bis zur Wahl hielte, zöge Krämer bereits nach ihrer ersten Kandidatur in den Landtag ein. Unter den ersten zehn Namen der Liste stellt sie zudem die einzige Vertreterin aus dem Kreis Pinneberg dar. Krämer würde damit den FDP-Kreis-Chef Günther Hildebrand beerben, der Pinnebergs Liberale bis 2012 in Kiel vertreten hatte.

Nachdem Krämer bei der Quickborner Bürgermeisterwahl im April mit 49,23 Prozent der Stimmen einen Achtungserfolg gegen Amtsinhaber Thomas Köppl (CDU) erreicht hatte, warb der Fraktions-Chef und erneute Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki sie für sein Team an. Damals saß ihr die Niederlage noch in den Knochen. „Aber jetzt habe ich wieder richtig Lust auf Wahlkampf“, sagte Krämer. Politik sei ihre Leidenschaft.

Zugleich betonte die Vorsitzende der Quickborner FDP-Fraktion, dass sie auch mit Landtagssitz ihr Mandat in der Ratsversammlung der Eulenstadt beibehalten werden. „Es gehört dazu, dass man für seinen Wahlkreis politisch tätig ist. Es kann für unsere Stadt nur gut sein, wenn sie gut vernetzte Kontakte nach Kiel hat“, betonte Krämer. Zudem wolle sie sich künftig stärker in den FDP-Kreisverband einbringen.

Kubickis Plan, nach der Wahl im Herbst 2017 in den Bundestag zu wechseln, unterstützt Krämer ausdrücklich. „Es gibt nichts Wichtigeres für Schleswig-Holstein, als einen starken Kubicki mit starkem Rückhalt nach Berlin zu schicken“, sagte sie. Hinsichtlich der Aufgabenverteilung in der Kieler Fraktion stellte die Diplom-Kauffrau die Finanzen als ihre Kernkompetenz heraus. „Ich bin aber auch für jeden anderen Bereich offen“, sagte sie.

Großen Handlungsbedarf sieht Krämer bei den Themen Verkehr, Bildung, Finanzen und Sicherheit. Straßen und Datenleitungen müssten um der Firmen willen ausgebaut werden. Gymnasien sollten entscheiden dürfen, ob sie G8, G9 oder ein Y-Modell anbieten. Die Kommunen müssten finanziell entlastet, die Polizei verstärkt werden. Krämer wolle sich zum Beispiel „massiv“ für einen Umzug der Quickborner Wache in die Innenstadt einsetzen.

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erstellt am 16.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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