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Quickborner Tageblatt

04. Dezember 2016 | 05:03 Uhr

Krippenplätze in Quickborn : 96 Anfragen abgelehnt

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Bis auf etwa 15 Kinder unter drei Jahren kommen die meisten bei Tagesmüttern oder außerhalb unter. Neuer Zuschuss.

Quickborn | 96 Quickborner Kinder haben in diesem Jahr keinen Krippenplatz in einer Kita erhalten. So viele Absagen erteilte die Stadt. Sie verschickte 91 Zusagen, berichtete Carsten Möller, Leiter des Fachbereichs Kindertagesstätten.

Die leer ausgegangenen Familien verwies er an Tagesmütter. In Quickborn bieten zurzeit 15 Kräfte 63 Plätze an. Da im Sommer aber zwei Tagesmütter den Dienst einstellen, können dann nur noch 53 Kinder betreut werden. „Ein Teil der Plätze wird aber regelmäßig nicht in Anspruch genommen“, so Möller. Er könne somit oft nachträglich Zusagen erteilen.

Trotzdem fanden die Familien von mindestens 14 unter Dreijährigen bisher kein Betreuungsangebot und meldeten sich bei der Stadt. Zumindest zwei Kinder konnte die Verwaltung an Tagesmütter vermitteln. Möller zufolge fehlen damit noch elf bis 15 Krippenplätze. Er betonte: „Die Nachfrage ist in diesem Bereich nicht zuletzt wegen der neuen Baugebiete steigend, so dass davon auszugehen ist, dass kurz- oder mittelfristig weitere Plätze geschaffen werden müssen.“ Er betonte aber: „Es gibt keinen Rechtsanspruch auf ihre Lieblings-Kita.“ Eltern müssten auch in Kauf nehmen, vom Stadtzentrum nach Quickborn-Heide zu fahren.

Besser sieht das Angebot für den Nachwuchs ab drei Jahren aus: Für die 626 Kinder im Elementaralter werde die Stadt ab August 583 Plätze anbieten. 22 Elementarkinder besuchten Einrichtungen außerhalb Quickborns, sodass sich in der Altersgruppe eine Betreuungsquote von 96,7 Prozent ergebe. „Aktuell gibt es noch 20 freie Plätze, denen 36 unversorgte Kinder gegenüberstehen“, so Möller. Den Bedarf an einer Hortbetreuung für Schulkinder bezeichnete Möller als nahezu gedeckt. 83 Plätze wurden angefragt, 60 Zusagen verschickt. Die übrigen 23 Kinder erhielten noch Plätze. Unter anderem werde in der Kita Wilde 13 in Quickborn-Heide zum 1. August befristet eine weitere Hortgruppe eingerichtet werden.

Einen neuen Zuschuss für die Kunden von Tagesmüttern beschloss der Ausschuss auf den Antrag von CDU, SPD und Grünen hin. Grund: Die Tagespflege kostet in der Regel mehr als in ein Krippenplatz. Die Differenz erstattet der Kreis Pinneberg aber nur bis zu einem Stundesatz von 4,24 Euro. Die Stadt will nun Unterschied zwischen 4,24 Euro und dem tatsächlichen Tagesmutterstundensatz zur Hälfte tragen, aber nur bis zu einer Obergrenze von 5,50 Euro pro Stunde. Diesen Zuschuss müssen die Eltern allerdings schriftlich beantragen.

Dass die Tagesmütter deshalb ihre Preise erhöhen, glaubt Bernd Weiher (CDU) nicht. „Dann müssten sie mehr Steuern zahlen. Das rechnet sich nicht“, sagte er. Fabian Brummund (SPD) warb für eine Erweiterung des Zuschusses. Begründung: Die Kita-Krippen-Gebühren in Quickborn lägen unter den Kreisrichtwerten. Auch die Sozialstaffel kommt den Eltern stärker entgegen. Brummund empfahl, beide Vergünstigungen in den neuen Zuschuss einzuarbeiten. Die Idee fand Zustimmung. Der Ausschuss vertagte die Entscheidung aber. „Wir müssen einen Deckungsvorschlag finden,“ sagte die Ausschussvorsitzende Annabell Krämer (FDP).

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erstellt am 12.Mai.2016 | 12:15 Uhr

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