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Kriminalstatistik : 1180 Straftaten in Quickborn im vergangenen Jahr

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der kreisweite Rückgang an Straftaten zeigt sich auch in Quickborn. Die Zahl der Wohnungseinbrüche sank von 976 auf 950. Vermögensdelikte sowie Straftaten im Bereich des Betäubungsmittelgesetzes nahmen dagegen zu.

Quickborn | Der kreisweite Rückgang an Straftaten zeigt sich auch in Quickborn. Nachdem 2015 im Kreis Pinneberg noch 9174 Fälle erfasst wurden, fiel die Zahl im Jahr 2016 um 0,7 Prozent auf 9102. In Quickborn gingen sie sogar um sieben Prozent zurück. „Von 1272 Straftaten im Jahr 2015 sind wir im vergangenen Jahr auf 1180 gekommen“, berichtete Götz Nowobilski, Leiter der Quickborner Polizeistation, im Gespräch mit unserer Zeitung. Verkehrsstraftaten seien in dieser Statistik nicht erfasst.

„Wir befinden uns dennoch auf einem hohen Niveau“

Trotzdem zeigte sich Nowobilski nicht begeistert: „Wir befinden uns dennoch auf einem hohen Niveau, das momentan eher stagniert“, erläuterte er. Die Vermögensdelikte sowie Straftaten im Bereich des Betäubungsmittelgesetzes hätten in der Eulenstadt um mehr als zehn Prozent zugenommen. Allerdings sei die Zahl der Wohnungseinbrüche von 976 auf 950 zurückgegangen. „In diesem Bereich haben wir viel investiert“, erklärte Nowobilski die Entwicklung. Es lasse sich aber nur von einer Momentaufnahme der Lage sprechen. Der stellvertretender Leiter der Polizeistation, Carsten Sander mahnte: „Das kann sich in jedem Jahr wieder ändern, und die Zahlen gehen nach oben.“

Der CDU-Landtagsabgeordnete und Bilsener Bürgermeister Peter Lehnert kommentierte die Statistik mit den Worten: „Der Rückgang der Fallzahlen ist selbstverständlich gut, dennoch sind sie recht hoch.“ Er stattete dem Revier in der Ernst-Abbe-Straße einen Besuch ab. „Ich möchte offiziell meinen Dank an die Quickborner Polizei richten für die tolle Zusammenarbeit“, betonte Lehnert. Die Gemeinde Bilsen gehört zum Stationsbereich der Quickborner Polizei.

Lehnert plädiert für verbesserte Personalausstattung

Besonders in der jüngsten Zeit habe er aktiv Informationspolitik betrieben. „Wir appellieren an alle, denen etwas merkwürdiges auffällt, die 110 anzurufen“, sagte er weiter. Auf diesem Weg gehe der Anruf direkt zur Einsatzleitstelle und nicht erst in die Polizeistation. „Wir verlieren Zeit, wenn die Leute erst bei uns direkt anrufen. So können wir direkt handeln“, sagte Sander. Lehnert erinnerte sich an zwei Fälle, in denen diese Vorgehensweise perfekt funktioniert habe.

Als Landtagsabgeordneten interessierte ihn auch die Entwicklung der Kriminalstatistik 2016. „Durch die hohen Fallzahlen ist auch das vorhandene Personal angespannt“, erklärte er. Auch die Zunahme von Sondereinsätzen, wie beispielsweise der vergangene G20-Gipfel und der kommende G12-Gipfel in Hamburg, verlange den Polizisten viel ab. „Das kann alles überbrückt werden, aber nicht auf Dauer“, betonte Lehnert. Auch Einsätze bei Fußballspielen seien immer wichtiger geworden. Er plädierte für eine langfristig verbesserte Personalausstattung. „Es muss dauerhaft mehr Personal  geben, um in brenzligen Situationen besser handeln zu können“, sagte er weiter.  Etwa 20 Polizisten arbeiten derzeit in der Quickborner Polizeistation.

Ein weiteres Anliegen setllt für Lehnert außerdem die Erhöhung des Strafmaßes bei Übergriffen an Einsatzkräften dar. „Wir müssen da ein klares Signal setzen für die Polizisten, dass wir ihren Einsatz würdigen, und für die Täter, dass die wissen, dass es so nicht geht“, erklärte Lehnert. Der Staat müsse Flagge zeigen. 

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erstellt am 02.Mär.2017 | 12:00 Uhr

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