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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 09:04 Uhr

Kreis Pinneberg : Zwei neue Boote für den Katastrophenschutz

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Claudia Stolz – Ehefrau des Pinneberger Landrats Oliver Stolz – hatte die Ehre der Schiffstaufe.

Kreis Pinneberg | „Die Boote sind ein Quantensprung“, sagte erfreut Dieter Dolezal, Leiter des Katastrophenzugs der Deutschen Lebens Rettungs Gesellschaft (DLRG) im Kreis Pinneberg. Am Wochenende wurden die beiden Hochwasserboote Faster 650 CAT – Taufname „Pinnau“ – und Faster 440 BR – Taufname „Rantzau“, offiziell im Schulauer Hafen in Wedel getauft und vom Kreis Pinneberg an die DLRG Katastrophenschutz, dem die Gliederungen Barmstedt, Elmshorn, Pinneberg, Quickborn, Uetersen und Wedel angehören, übergeben.

„Die DLRG wurde vor fünf Jahren im Rahmen eines Pilotprojekts in den Katastrophenschutz eingebunden. Nun soll dies langfristig geschehen. Die Zustimmung des Landes liegt schon vor“, sagte Rainer Röpcke, stellvertretender Abteilungsleiter Katastrophenschutz und Feuerwehrwesen beim Kreis Pinneberg. In den kommenden zehn Jahren soll die DLRG eine vollständige Ausstattung erhalten. Etwa 110.000 Euro hat der Kreis in die beiden Neuanschaffungen investiert.

„Es ist eine besondere Ehre, hier Taufpatin zu sein“, sagte Claudia Stolz – Ehefrau des Landrats Oliver Stolz (parteilos) – die sich sehr gut auf das Ritual vorbereitet hatte. Sie hatte weltweit nach möglichen No-Gos für eine Schiffstaufe recherchiert. So seien in England Taufpaten mit roten Haaren und grünen Kleidern ebenso unerwünscht wie Schwangere in Frankreich. „Auf mich trifft das alles nicht zu und daher hoffe ich, dass ich, auch wenn es meine erste Taufe ist, ihren Booten Glück bringe“, sagte Claudia Stolz.

Für Zugführer Dolezal und einige Mitglieder war es nicht die erste Fahrt auf den neuen Booten. Das Größere Faster 650 CAT mit Doppelmotor sei bereits einen Monat im Einsatz. „Wir sind noch dabei, den Motor bei gemäßigter Fahrt einzufahren“, erläuterte der Leiter des Katastrophenzugs. Vollgas sei noch nicht drin. Vorab seien 20 reine Fahrstunden notwendig. Etwa die Hälfte sei bisher absolviert. „Bei den geringen Temperaturen derzeit müssen wir dem Motor Zeit geben“, so Dolezal. Damit die Lebensretter das neue Werkzeug beherrschen, sollen im kommenden Jahr 50 Prozent der Dienste gemeinsam stattfinden: „Wir haben viel neues Material, in das wir uns einarbeiten müssen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.“

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erstellt am 02.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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