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Pinneberger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 22:55 Uhr

Zehnmal Widerstandskraft stärken

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Frauenberatung Sechs Vorträge, drei Workshops und ein Beratungstag im neuen Programm / 336 Anmeldungen im Jahr 2015

Wer die Räume der Pinneberger Frauenberatung im Rübekamp 5 betritt, läuft über einen roten Teppich. Auch wenn die Farbe zufällig gewählt ist: Sie hat Symbolkraft. Rote Teppiche sollen die Bedeutung von Personen zum Ausdruck bringen. Sie stehen für Selbstbewusstsein, Kraft, Ausdrucksstärke. Und mit diesen Eigenschaften sollen Frauen die Beratungsstelle verlassen. „Unsere Aufgabe ist es, Frauen zu stärken“, sagt Sozialpädagogin Regine Heyenn. „Deshalb liegt der Schwerpunkt unseres neuen Programms auch auf der Stärkung der Widerstandskräfte“, ergänzt Stefanie Pfingst, die im Mai die Nachfolge von Ruth Stiasny-Seligmann angetreten hat.


  985 Beratungsgespräche im vergangenen Jahr


Die beiden Beraterinnen laden bis Ende November zu sechs Vorträgen, drei Workshops und einem Beratertag ein. „Das Programm haben wir aus den Bedarfen entwickelt, die wir in unserer täglichen Arbeit wahrnehmen“, erklärt Pfingst. Deren Vorgängerin und Heyenn haben im vergangenen Jahr 985 Beratungen registriert. Darunter 581 Erstgespräche. Hauptschwerpunkt: Beziehungskonflikte. Aber auch nach häuslicher Gewalt (113 Gespräche), sexualisierter Gewalt (30 Gespräche) und Stalking (9 Gespräche) suchten Frauen 2015 wieder die Beratungsstelle auf. Mut gewinnen, das eigene Selbstbewusstsein stärken: Diese Ziele standen deshalb beim Zusammenstellen des Programms ganz oben.

Die eigenen Stärken erkennen – das hängt für Heyenn eng mit dem ersten Work- shopthema zusammen. Unter dem Titel „Resilienz – Fels in der Brandung statt Hamster im Rad“ gehen die Teilnehmerinnen am Sonnabend, 24. September, von 11 bis 16 Uhr der Frage auf den Grund, was sie gesund macht. Gemeinsam mit Gestalt- und Hypnosetherapeutin Lisa Schnelten erleben sie eine Imaginationsreise. Mithilfe von Ritualen des Lachyoga, Gähn- und Atemübungen regt Irene Thelen-Denk im zweiten Workshop am 15. Oktober zum Loslassen an. Auch beim dritten Workshop werden die Teilnehmerinnen aktiv: Sozialpädagogin Ronja Plew zeigt am 26. November von 15 bis 18 Uhr Selbstbehauptungstechniken.

Welche Rechte haben Frauen in Trennungssituationen und was brauchen Kinder? Darüber klärt Juristin Jutta Junghans in einem Vortrag am 29. September um 19 Uhr auf. Eine Einführung in Qigong gibt es am 11. Oktober um 19 Uhr. Dozentin für Zeitmanagement Wiebke Köpke-Hause nennt am 3. November ab 19 Uhr zehn Gründe entspannt zu bleiben, auch wenn das Leben nicht perfekt ist. Möglichkeiten der individuellen Bestattung eines geliebten Menschen stehen im Mittelpunkt des Vortrags am 19. November um 19 Uhr.


Blaue Flecken sichtbar, Seelenleiden nicht


Ein Thema, das Heyenn und Pfingst besonders am Herzen liegt, ist die seelische Gewalt. „Blaue Flecken kann man sehen, Seelengewalt nicht“, sagt Heyenn. Junghans deckt am 24. November um 19 Uhr die Mechanismen dahinter auf. Den Auftakt des neuen Programms bildet ein Beratertag am Mittwoch, 21. September. Von 9 bis 15.30 Uhr beantworten die Expertinnen von „Frau und Beruf“ Fragen rund um den Wiedereinstieg oder Umstieg. Anmeldungen für alle Veranstaltungen nimmt die Frauenberatung unter Telefon (0  41  01) 51  31  47 entgegen. Ein Überblick über das Programm gibt eine Broschüre, die in der Frauenberatung erhältlich ist.

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erstellt am 09.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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