zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

27. Juni 2016 | 13:24 Uhr

Kreis Pinneberg : Zahl der Einbrüche steigt um 15 Prozent

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

CDU-Bundestagsabgeordneter Ole Schröder: Ich mache mir große Sorgen im Kreis Pinneberg.

Kreis Pinneberg | Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Schleswig-Holstein ist 2015 im Vergleich zum Vorjahr um etwa 15 Prozent gestiegen. „Für den Kreis Pinneberg gehen wir von einer noch höheren Steigerung aus“, sagte CDU-Bundestagsabgeordnete Ole Schröder am Dienstag während eines gemeinsamen Pressegesprächs mit Pinnebergs Kriminalpolizei-Chefin Sarah Lampe. „Ich mache mir große Sorgen um die Sicherheit im Kreis Pinneberg“, sagte Schröder. Denn die Aufklärungsquote bei Einbruchsdelikten sei auf Landesebene im gleichen Zeitraum auf unter zehn Prozent gesunken.

Im Gegensatz zu Schröder wollte Lampe sich gestern nicht auf konkrete Zahlen festlegen. Die zuständige Polizeidirektion Bad Segeberg sei derzeit noch dabei, die Kriminalitätsstatistik für das vergangenen Jahr zu erstellen. Erst wenn diese vorliege, könne sie Zahlen nennen, die über ein Bauchgefühl hinausgehen. Allerdings sei das Sachgebiet Einbruch das größte der Kriminalpolizeistelle in Pinneberg. „13 der 33 Polizisten arbeiten dort“, sagte Lampe.

Die niedrige Aufklärungsquote bei Einbrüchen habe verschiedene Gründe, sagte Lampe. „Oft gibt es nur wenige Spuren, die man sichern kann“, sagte sie. Zudem seien die Polizisten im vergangenen Jahr von der Landespolizei in anderen Bereichen eingebunden worden. „Ich erwarte von der Landesregierung, dass hier massiv Kräfte hinzukommen“, sagte Schröder. Die Bundesregierung habe bereits beschlossen, das Personal bei der Bundespolizei um etwa zehn Prozent aufzustocken, Ähnliches erwarte er von der Landesregierung. „Es ist bereits beschlossen, dass künftig mehr Polizisten ausgebildet werden. Aber durch die Ausbildung gibt es eine Vorlaufzeit von drei Jahren“, sagte Lampe.

Auch wenn die Zahl der Wohnungseinbrüche derzeit hoch sei, ließen sich auch Erfolge vermelden, sagte Lampe. Die Kriminalpolizei in Pinneberg arbeite eng mit der Hamburger Polizei zusammen. „Dort sind die gleichen Einbrecher am Werk wie hier“, sagte sie. Gemeinsam mit der dortigen Sonderkommission seien einige Einbrecher gefasst worden, die auch für Taten im Kreis Pinneberg verantwortlich seien.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 20.Jan.2016 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen