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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 01:32 Uhr

WoBo-Schüler mischt Werbewelt auf

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Soziale Netzwerke Ex-Schüler des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums studiert Wirtschaftspsychologie und findet Marktlücke

„Unser Portfolio reicht von der Betreuung großer Marken bis hin zum ortsansässigen Blumenladen“: So beschreibt Tim Maercklin sein Arbeitsumfeld. Der ehemalige Schüler des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums in Halstenbek hat den Sprung aus der Rellinger Gemeinde in die weite Welt des Internets gewagt – und ist jetzt „Social Influencer Manager“ bei der MDCN Agency.

Was sich hinter dieser Tätigkeit verbirgt, erläutert der 23-Jährige bei einem Kaffee in den Hamburger Kolonnaden: „Das klassische Werben hat sich durch die verschiedenen sozialen Medien total verändert“, sagt er. Potenzielle Käufer ließen sich heutzutage durch verschiedene Größen der sozialen Netzwerke wie dem Bilderdienst Instagram und dem Videoportal YouTube beeinflussen – das seien die „Influencer“, Multiplikatoren und Meinungsführer, die Produkten und Marken zum Durchbruch verhelfen.

Der Ursprung zur Arbeit in den sozialen Netzen war dabei naheliegend: „Wir haben früher schon für andere Läden den Online-Auftritt betreut. Da wurden wir sehr häufig von Instagram-Nutzern angesprochen. Im Zuge dessen haben wir uns dann mit dem Thema Influencer Marketing auseinandergesetzt und entschieden, die Agentur zu gründen“, fasst Maercklin die Idee des Vermittlerbüros zusammen. „Wir selbst sind noch derbe jung – gerade mal drei Monate. Momentan gibt es in Hamburg auch nur wenige Dienstleister, die diese Form des Marketings anbieten“, berichtet er.

Die Agentur habe dabei unterschiedlichste Instagram-Nutzer unter Vertrag, die an Firmen vermittelt werden. „Wir übernehmen dabei das gesamte Management. So können sich die Jungs und Mädels vollkommen auf die Gestaltung ihrer Inhalte konzentrieren“, erklärt Maercklin den Umfang der Arbeit. Dabei habe die Zahl der Abonnenten wenig Gewicht, erläutert er. „Reichweite allein ist wenig aussagekräftig. Es werden Influencer gebraucht, deren Worte in der Community Gewicht haben“, sagt er. „Den Firmen bieten wir passgenaue Kampagnen an, um ihre Marke besser auf dem Markt zu etablieren, sprich das Branding zu stärken“, sagt der ehemalige Rellinger.

Ein „Kochrezept“ existiere nicht: „Wir arbeiten immer eng mit den Unternehmen zusammen. Bevor eine Kampagne erstellt wird, besprechen wir alles genau“, so der studierte Wirtschaftspsychologe. Schließlich gebe es einen gewaltigen Unterschied, ob der Verkauf angekurbelt oder die Bekanntheit gestärkt werden solle. „Nach diesen und weiteren Kriterien wählen wir dann den passenden Influencer aus, um ein optimales Werben zu ermöglichen“, sagt er.

Mit diesem Konzept wurde eine deutsche Marktlücke gefunden und geschlossen. Dabei ist das Konzept im Ausland bereits erfolgreich: „In Amerika ist Social Influencer Marketing weit verbreitet. In Deutschland ist man allerdings noch im engen Korsett des klassischen Marketings eingeschnürt“, verdeutlicht Maercklin. Jedoch sprechen die Erfolge für sich: Studien zufolge sind die Kampagnen bereits jetzt äußerst erfolgreich, sagt er. „Für jeden investierten Dollar erhält man 6,5 Dollar zurück“, bilanziert er. Darüber hinaus seien die Erfolge der Kampagnen direkt sichtbar, da man jeden Klick sofort registrieren kann.

Aktuell nutzt die Agentur Netzwerke wie Instagram, Facebook und YouTube. „Die Potenziale sind da und jeder weiß über ihre Relevanz Bescheid. Nun müssen sie auch richtig bespielt werden, um die Potenziale zu nutzen“, erklärt er.

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