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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 03:04 Uhr

Friedrich-Ebert-Straße : Wird die Post zum Altenheim?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Stadtplanung: Die Residenz-Gruppe aus Bremen will einen Wohnpark für Senioren an der Friedrich-Ebert-Straße bauen.

Pinneberg | Das Grundstück befindet sich in bester Innenstadtlage. Noch ist das Postbank Finanzcenter Pinneberg in dem Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße 28 untergebracht. Doch die Immobilie ist in den Fokus der Residenz-Gruppe Bremen gerückt. Das Unternehmen baut Wohnparks für Senioren und plant in Pinneberg ein solches Projekt.

Frauke Meyenberg, Sprecherin des Unternehmens, bestätigte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, dass es solche Pläne gibt. Die sollen im Ausschuss für Stadtentwicklung am Dienstag, 29. November, öffentlich vorgestellt werden. Beginn im Rathaus ist um 18.30 Uhr. „Deswegen möchten wir noch nicht auf Details eingehen“, sagte Meyenberg. Auch über die geplante Investitionssumme übt sie Stillschweigen. Laut Informationen unserer Zeitung hat das Unternehmen aber bereits ein umfassendes Konzept eingereicht, das von der Verwaltung geprüft worden ist. Die Unterlagen sind noch nicht freigegeben worden. Außerdem muss die Politik noch grünes Licht geben.

Was aus der Postfiliale wird, steht derzeit noch in den Sternen: „Wir haben in Pinneberg einen Mietvertrag, der bis Mitte 2018 läuft. Das Ganze mit der Option einer Verlängerungsmöglichkeit“, sagte gestern Postbank-Sprecher Ralf Palm. Eine Kündigung seitens des Vermieters liege bislang nicht vor. Von daher gebe es aus Sicht der Post derzeit keine Veränderungsabsichten, so der Sprecher.

Die Residenz-Gruppe Bremen steht indes in den Startlöchern: Sie wurde 1988 gegründet und zählt zu den 20 größten Betreibern von Pflegeeinrichtungen in Deutschland und ist auf die Planung, Realisierung und den Betrieb von Senioren-Wohnparks spezialisiert. Bislang wurden 75 Pflegeheime realisiert, unter anderem in Bremen, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen. In Schleswig-Holstein wäre es das erste. „Unsere Häuser sind verhältnismäßig klein, zwischen 50 und 80 Bewohner finden hier im Durchschnitt ein neues Zuhause“, erklärt Rolf Specht, Geschäftsführender Gesellschafter, auf der Website der Residenz-Gruppe. Und weiter: Das Leben in den Pflegeeinrichtungen findet nach dem Hausgemeinschaftsprinzip statt, in Wohngruppen von zwölf bis 14 Bewohnern mit eigener Küche und Wohn- und Essbereich sowie in Einzelzimmern, die im Durchschnitt eine Größe von 18 bis 19 Quadratmetern haben – und damit größer sind als nach der gültigen Heimmindestverordnung. Es ist wohl davon auszugehen, dass dieses Raumkonzept auch am Standort Pinneberg umgesetzt wird.

Das Interesse an der Liegenschaft in Pinneberg dürfte auf der Analyse des örtlichen Angebots beruhen: So will der Sana-Konzern zwei Pflegeheime im Kreis Pinneberg schließen. Das Ende des Kummerfelder Alten- und Pflegeheims ist beschlossene Sache. Dort gehen zum 31. März 2017 die Lichter aus. Und auch das Elmshorner Haus Elbmarsch steht vor dem Aus.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 12:15 Uhr

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