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Pinneberger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 13:30 Uhr

„Wir sind miteinander alt geworden“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Deutsches Rotes Kreuz Ehrenamtler in Kummerfeld benötigen dringend jüngere Mitglieder / Regelmäßige Veranstaltungen

Es riecht nach frisch gekochtem Kaffee, auf dem Tisch stehen fertige Salate zwischen den Zutaten für weitere. Blutspende in Kummerfeld – die aktiven Mitglieder des Kummerfelder Ortsverbands des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) haben alles vorbereitet und bewirten nun die Spender. Jahrelang haben sich die Frauen rund um die Vorsitzende Rosemarie Supthut-Wolff engagiert. Nun wollen sie ihre Aufgabe gern weitergeben. „Wir suchen dringend Nachwuchs“, so Supthut-Wolff. Denn an dem mangelt es dem Ortsverband, der 68 Mitglieder hat. „Wir sind alle miteinander alt geworden“, sagt Supthut-Wolff.

Jüngere Kummerfelder sollen nun das Ruder übernehmen. „Es müssen welche übernehmen, die sich auch langfristiger engagieren wollen“, so die Vorsitzende. „Man engagiert sich nicht nur fürs DRK, sondern auch für das Dorf“, sagt Silke Stotz, Schriftführerin des Ortsverbandes. Der Verband leiste viel mehr als die Organisation der Blutspendetermine. Im Februar wird jährlich eine Fahrt nach Appelbek zum Karpfenessen für die Senioren aus der Gemeinde organisiert. Zum Herbst hin wird gegrillt. „Außerdem betreuen wir die Theaterausfahrt der Gemeinde“, sagt Supthut-Wolff. Alle 14 Tage bieten die Ehrenamtlichen für Senioren zudem Gymnastik am Stuhl an. „Dabei geht es nicht nur um Sport, sondern auch um Soziales“, beschreibt die Vorsitzende. So organisieren die Mitglieder Kaffee und Kuchen und ermöglichen den Senioren im Anschluss an die Sportstunde einen gemütlichen Klönschnack. Bisher sind fast alle Aktive Frauen. „Aber auch Männer dürfen sich aufgerufen fühlen“, ermutigt die Vorsitzende. Der Vorstand setzt auf Nachfolger. Und hofft, „dass es uns nicht so gehen wird wie den Borstlern, die den Ortsverband auflösen mussten, weil niemand den Vorstand übernehmen wollte“, schreiben Supthut-Wolff und ihre Mitstreiterinnen in einem Aufruf, den sie während der Blutspende ausgehängt haben. Eine Einarbeitung durch den scheidenen Vorstand werde es geben. Das Nachwuchs-Problem betreffe nicht nur Kummerfeld. Auf Versammlungen des Kreisverbandes werde schnell deutlich, dass die Ortsgruppen durchschnittlich deutlich älter als die Wasserwacht und Sanitätsgruppen sind. „Das DRK muss sich über kurz oder lang etwas einfallen lassen“, so Supthut-Wolff.

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erstellt am 12.Aug.2016 | 15:38 Uhr

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