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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 13:28 Uhr

Erntedankgottesdienst in Schenefeld : „Wir fahren heute die Ernte ein“

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Schenefelder Landwirte gestalten Stephanskirche für die Feierstunde. Zeit, um über Erntebilanz nachzudenken.

Schenefeld | „Das Erntedankfest gehört in die Stadt“, sagte Pastor Michael Mattern am Sonntag nach dem traditionellen Erntedankgottesdienst. 1997 hatte er diesen erstmals initiiert und die Landwirte eingeladen, die Kirche zu schmücken und mit der Gemeinde zu feiern. „Das wird heute noch immer gelebt, auch wenn wir noch städtischer geworden sind und es immer weniger Landwirte gibt.

Mehr als 200 Besucher waren zu dem besonderen Gottesdienst in die Stephanskirche an der Hauptstraße gekommen. Mattern und Diakon Daniel Kiwitt hatten diesen gestaltet. Musikalisch unterstützten die Liedertafel Frohsinn und die Stephanskantorei Schenefeld. „Unsere Kirche liegt mitten im Dorf und hier gehört auch das Danksagen hin“, erläuterte Mattern. Sechs, sieben Landwirte würden den Gottesdienst jedes Jahr unterstützen. „Es es schön, dass sie sich weiterhin beteiligen und sie auch alle im Gottesdienst zu sehen“, sagte Mattern und schränkte ein: „Außer denen, die bei dem guten Wetter auf den Feldern sein müssen, um die Ernte einzuholen.“

Doch nicht nur beim Schmücken der Kirche halfen die Schenefelder Bauern, sondern boten nach dem Gottesdienst auch ihre Waren an. Kartoffeln, Zucchini, Kohl, Kürbisse, Birnen, Eier, Kaffee, Rettich, Marmelade und Eier konnten nach dem Gottesdienst vor der Kirche frisch erworben werden. Zudem gab es im Gemeindehaus selbstgebackenen Zwiebelkuchen. „Wir fahren heute die Ernte ein“, sagte Mattern beim Blick über die Verkaufstische und ergänzte: „Ernte ist ein spannendes Thema.“ Denn es gehe beim Erntedankfest nicht nur darum, was auf den Feldern erwirtschaftet wurde. „Die Frage ist auch: Was ernten wir selbst in unserem Leben? Was haben wir erarbeitet und was geschenkt bekommen?“, fragte Mattern. Sein Appell: „Das Erntedankfest ist auch die Zeit, in sich zu gehen, und über seine eigene Erntebilanz nachzudenken.“

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erstellt am 04.Okt.2016 | 16:19 Uhr

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