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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 03:04 Uhr

Aus dem Wahlkreis : Wer kommt nach Abercron?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sollte der CDU-Politiker Bundestagskandidat werden, müsste ein neuer Landtagskandidat gesucht werden.

Kreis Pinneberg | Michael von Abercron wird sich um die Kandidatur für ein Bundestagsmandat im Kreis Pinneberg bewerben. Das steht seit dem Wochenende fest. Und das hat Konsequenzen: Sollte der Christdemokrat nämlich von seinen Parteifreunden gewählt werden, müsste ein neuer Kandidat für den Elmshorner Landtagswahlkreis gesucht werden.

„Ich werde antreten“, hatte Abercron gesagt. Und er hat dieser Ankündigung auch Taten folgen, wie er dem Pinneberger Tageblatt sagte. Er hat seine Bewerbung beim Kreisvorstand eingereicht. Das Problem: Abercron ist bereits Kandidat und zwar Direktkandidat im Elmshorner Landtagswahlkreis (Elmshorn, Tornesch, Elmshorn-Land). Sollte er CDU-Bundestagskandidat des Kreises Pinneberg werden, müsste er von der Landtagskandidatur zurücktreten. Denn über die Besetzung des schleswig-holsteinischen Landtags stimmen die Bürger bereits am 7. Mai 2017 ab. Der künftige Bundestag wird hingegen erst im Herbst 2017 gewählt. Deshalb wird Abercron, sollte er am 5. November vom CDU-Kreisparteitag zum Bundestags-Kandidaten gekürt werden, seine Kandidatur im Landtagswahlkreis Elmshorn niederlegen. Parteiintern werden Abercron gute Chancen eingeräumt, sich beim Rennen um die Bundestagskandidatur gegen mögliche Konkurrenten durchzusetzen.

Und wer kommt dann? Abercron hat Platz 32 auf der CDU-Landesliste für die Landtagswahl. Auf Platz 33 wurde Birte Glißmann, ebenfalls aus dem Kreis Pinneberg, gewählt. Sie ist Kreisvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Union. „Ich will das nicht ausschließen“, sagte die 23-jährige Jurastudentin dem Pinneberger Tageblatt auf die Frage nach einer möglichen Kandidatur anstelle von Abercron.

Doch ob sie tatsächlich Abercrons Nachfolgerin als Wahlkreiskandidatin wird, entscheiden die CDU-Mitglieder aus dem Wahlkreis Elmshorn. Und die müssen möglicherweise zwischen mehreren Kandidaten (aus)wählen. Denn auch dem Vorsitzenden der Elmshorner CDU-Rathausfraktion, Immo Neufeldt (Foto), werden Ambitionen für eine Landtagskandidatur nachgesagt. Doch ob das tatsächlich so ist, ist unklar: „Am 5. November wird der Bundestagskandidat gewählt. Dann erst steht fest, ob das Michael von Abercron wird“, sagt Neufeldt. Zuvor mache es keinen Sinn, sich mit seiner Nachfolge zu befassen. „Ich bin aber sicher, dass wir genug gute Kandidaten vor Ort haben, um einen Landtagskandidaten zu finden“, sagt Neufeldt. „Sollte ich zum Bundestagskandidaten gewählt werden, gäbe es genügend gute Kandidaten“, meint auch Michael von Abercron selbst.

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erstellt am 30.Aug.2016 | 16:23 Uhr

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