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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 21:35 Uhr

Generationsprojekt in Hasloh : Wenn „U7“ auf „Ü70“ trifft

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

In Hasloh sangen Vorschüler und Bewohner des Hauses am Rehhagen gemeinsam Weihnachtslieder.

Hasloh | Es ist ein Treffen der Generationen, wie es im Buche steht: Gestern besuchten zahlreiche Vorschulkinder die Bewohner des Seniorenwohnheims „Haus Am Rehhagen“ in Hasloh zur gemeinsamen Weihnachtsfeier. „Unsere Bewohner sind immer sehr begeistert, wenn die Kinder vom Robinson- und Waldkindergarten Wurzelwerk zu Besuch kommen“, berichtete Manuela Bienek, seit 2008 verantwortlich für die fantasievolle Freizeitgestaltung der Senioren im Haus am Rehhagen, Kieler Straße 136. So lange gibt es das Generationsprojekt „Unter-7 trifft Über-70“ bereits. Gemeinsam mit Beate Haines, Mitbegründerin des Robinson-Kindergartens, begann die Beschäftigungsleiterin vor acht Jahren mit einzelnen Treffen zwischen den Kindern und Senioren.

Hintergrund war, dass es für die Bewohner des Alten- und Pflegeheimes wegen seiner Lage zum Teil recht beschwerlich wurde, Kontakt zu Hasloh zu behalten. Deshalb unterstützte Nicole Brügge, Leiterin des Heimes das Projekt sofort sehr gern. Auf der anderen Seite begrüßten die Erzieherinnen und Eltern diese Treffen ebenso. Aus diesem Grund setzten sich Bienek und Haines zusammen und vereinbarten von da an eine komplette Jahresplanung mit festen, monatlichen Terminen und entsprechenden jahreszeitlich angepassten Mottos wie zum Beispiel Fasching, Bingo, gesundes Frühstück, gemeinsames Basteln oder Backen.

Aus pädagogischen Gründen nehmen immer die jeweiligen Vorschulkinder, seit etlichen Jahren auch vom Waldkindergarten Wurzelwerk, an diesem Generationsprojekt teil. Die Erzieherinnen leisten hierzu entsprechende Vorarbeit mit den Kindern. So sprechen sie mit ihnen darüber, wie alte Menschen aussehen und welche Gebrechen sie haben können. Außerdem üben sie Zahlen als Vorbereitung auf das große Bingo-Spiel, an welchem auch die Senioren immer sehr ambitioniert teilnehmen, um die „leckeren Preise“ zu gewinnen und meist anschließend an die Kinder zu verschenken.

Das sei wohl auch die größte Freude für die „Leihomis und -opis“, die im Laufe der Jahre schon viele wechselnde „Enkelkinder“ in ihre Herzen geschlossen haben. Von einigen der Kinder werden die Senioren sogar noch nach Ende der Kindergartenzeit weiter besucht. „In Vorbereitung auf den Besuch im Dezember zur gemeinsamen Weihnachtsfeier haben alle unsere Bewohner ganz fleißig für jedes einzelne Vorschulkind selbst kleine Weihnachtstüten gepackt und dabei sehr darauf geachtet, dass überall genau gleich viele Süßigkeiten hineinkamen“, sagte Bienek mit leuchtenden Augen. Auch die Kinder hatten selbst gebastelte Geschenke mitgebracht: Stoffsterne und LED-Lichterhalter aus Birkenstämmen, alles liebevoll verpackt unter Mithilfe ihrer Erzieher Kim Kitzer und Timo Wähling, die das Projekt mittlerweile begleiten. Es wurde eine besinnliche Weihnachtsfeier.

Viele „unter sieben“ naschten von den vorbereiteten Weihnachtstellern, so manch einer „über 70“ machte zwischendurch ein kleines Nickerchen, doch bei dem gemeinschaftlich vorgetragenen Liedern wie „Alle Jahre wieder“, „Lasst uns froh und munter sein“, „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ sangen alle „unter 7 und über 70“ wieder begeistert mit. Die Kinder wünschten „ihren Großeltern“ zum Abschied schöne Weihnachtsfeiertage und freuen sich schon gemeinsam auf ein Wiedersehen im Januar.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 14:00 Uhr

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