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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 09:32 Uhr

Weltmeister lassen die Kugeln rollen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Billard Verein richtet im September Pinneberg Open aus / Größtes Turnier seiner Art in Europa / Preisgeld von 22 000 Euro

Rein in das Gewerbegebiet an der Autobahn 23, rauf auf das Gelände in der Haderslebener Straße 4a. Im Hinterhof wird geparkt. Dann ein paar Schritte zum Gebäude und die schmale Feuertreppe hinauf. Bis ins erste Stockwerk. Dort, in einer ehemaligen Schlachterei und späteren Lagerhalle, ist der Pinneberger Billard-Verein, der 1. PBV Pinneberg, seit 2011 zu Hause.

Auf 1300 Quadratmetern Fläche stehen 17 Profi-Pool-Tische und drei Snookertische, die zum Spielen einladen. Queues in Haltern an den Wänden. Sitznischen, eine Bar mit Theke. Ein Ambiente geradezu gemacht für Turniere.

Von Donnerstag, 1. September, ab 19.30 Uhr, bis Sonntag, 4. September, greifen dort dann auch internationale Weltmeister und Amateure zum Queue und lassen die farbigen, nummerierten Kugeln rollen. 336    Spieler starten, ein Preisgeld in Höhe von 22  000 Euro ist im Pott.

„Pinneberg Open ist das größte Turnier seiner Art in Europa und in dem Modus, in dem gespielt wird, das größte weltweit“, sagt Ralf Winkler, Vorsitzender des Vereins. Deswegen soll der Wettbewerb auch ins Guinness-Buch der Rekorde.

Ein Renommee für den Verein, der 1997 gegründet wurde und im Aufwind ist. Nach der Sommerpause werden acht Pool-Billard-Mannschaften im Liga-Bereich spielen. Doch jetzt steht erst einmal der große Wettbewerb an. Er ist bereits ausgebucht. 339 Anmeldungen gibt es, 336 Spieler starten.

„Bewerben kann man sich dennoch. Es gibt immer mal wieder Abmeldungen“, sagt Winkler. „Wegen der großen Teilnehmerzahl werden Vorrundenspiele auch in Billard-Cafés in Hamburg, Itzehoe und Reinbek ausgetragen“, ergänzt Arne Lorenz, Zweiter Vorsitzender. Insgesamt sind es acht Austragungsorte.

Die beiden Vorsitzenden hoffen auf viele Zuschauer: So beginnt am Sonnabend ab 20.45 Uhr die Players Night. Show-Matches stehen ebenfalls auf dem Programm. Molly Sue, erfolgreiche Teilnehmerin einer Casting-Show auf Sat. 1, wird singen. Und im Internet-TV wird das Turnier live übertragen. Der Eintritt ist frei. Es werden außerdem ein Party-Zelt aufgestellt und ein Flohmarkt angeboten.

Allein drei Weltmeister haben sich angemeldet: Oliver Ortmann, Francisco Bustamante und Niels Feijen, der in der Szene auch unter dem Namen „Terminator“ bekannt ist. Doch die drei haben einen großen Konkurrenten: Joshua Filler, der 2015 Deutscher Meister in den Disziplinen 14/1 endlos, 8-Ball und 10-Ball wurde. Letztere Variante wird auch beim Pinneberg Open gespielt. „Beim 10-Ball werden die Kugeln in der Reihenfolge der Nummern weggespielt. Wer dann die 10 ins Loch stößt, hat gewonnen“, fasst es Winkler kurz zusammen.

„Unser Ziel ist es, den Billard-Sport bekannter zu machen. Billard ist mehr als ein Kneipenspiel und mehr als nur auf die Kugel draufzuhauen“, sagt Winkler. Man brauche mathematisches Verständnis und körperliche Fitness, wenn man drei bis vier Stunden spiele.


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erstellt am 17.Aug.2016 | 16:15 Uhr

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