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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 13:23 Uhr

Sicherheitskonzept : Wake up Pi verbietet Rucksäcke

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das neue Konzept basiert auf Reaktionen auf die Anschläge in Nizza und Ansbach.

Pinneberg | Nach den Anschlägen auf der Strandpromenade in Nizza und einem Festival in Ansbach – einem bayerischen Ort so groß wie Pinneberg – herrscht auch im Vorfeld zweier Großveranstaltungen im Kreis Pinneberg Terror-Angst. Beim Open-Air-Festival Wake up Pi auf der Drosteiwiese in Pinneberg am Sonnabend, 10. September, gilt dieses Jahr erstmals ein Rucksack-Verbot. Und auch beim Ackerfestival in Kummerfeld gibt es besondere Sicherheitsauflagen.

„In Abstimmung mit der zuständigen Sicherheitsfirma haben wir beschlossen, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen“, teilte Jens Schmidt, Leiter des Pinneberger Geschwister-Scholl-Hauses, bei der Pressekonferenz zum Wake up Pi, am Montagabend mit. Besucher der eintägigen Veranstaltung, die in den vergangenen Jahren etwa 2000 Menschen anzog, werden gebeten, große Taschen und Rucksäcke zu Hause zu lassen und persönliche Gegenstände stattdessen etwa in Bauchtaschen zu verstauen.

Auch beim Ackerfestival in Kummerfeld am kommenden Wochenende gilt erhöhte Aufmerksamkeit: „Wir sind vom Amt Pinnau angehalten worden, das Gepäck der Festivalbesucher bereits vor den Kassenbereichen zu kontrollieren“, sagte Pressesprecher Lars Korinth. Generelle Vorgaben für Sicherheitsmaßnahmen gibt es laut Hendrik Peters, Sprecher des Innenministeriums, nicht. Jede örtliche Ordnungsbehörde sei selbst zuständig.

Dem Verfassungsschutz liegen indes keine konkreten Anschlagsplanungen im Kreis Pinneberg vor. Ganz auszuschließen sind sie allerdings auch nicht: „Es ist weiterhin von einer hohen abstrakten Gefahr für Anschläge in Schleswig-Holstein auszugehen“, teilte Peters mit.

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erstellt am 31.Aug.2016 | 16:20 Uhr

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