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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 15:02 Uhr

Pflegeheime : Vorstoß für die Heimbewohner

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

CDU hofft auf Unterstützung ihres Antrags. Ablehnung der Forderung nach Rekommunalisierung.

Kreis Pinneberg | Zum 31. März des kommenden Jahres soll das Kummerfelder Alten- und Pflegeheim der Regio-Kliniken geschlossen werden. Die CDU möchte den Bewohner aber solange den Aufenthalt in dem Heim garantieren, bis sie eine neue Bleibe gefunden haben.

„Es muss sichergestellt werden, dass allen Heimbewohnern alternative Plätze angeboten werden“, sagt Christian Saborowski, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion. Möglich sei das, denn im Kreis Pinneberg gebe es 48 Heime mit 3712 Plätzen.

Falls es dennoch nicht gelingen sollte, alle Bewohner bis zum 31. März unterzubringen, müsse das Heim weitergeführt werden. „Die Geschäftsleitung der Regio Kliniken verpflichtet sich, die bis zu diesem Zeitpunkt erforderlichen Pflegedienstleistungen in vollem Umfang in den bestehenden Räumlichkeiten entsprechend der vereinbarten vertraglichen Bedingungen sicherzustellen“, heißt es deshalb in dem CDU-Antrag für den Kreistag. Die Schließung sei für die Heimbewohner so schon schwer genug, sagt CDU-Fraktionschefin Heike Beukelmann.

„Wir wollen die Leitung der Regio-Kliniken auffordern, entsprechend zu handeln“, sagt Saborowski. Kein Heimbewohner müsse zudem befürchten, beispielsweise in ein Heim nach Bayern zu kommen. Laut Pflegegesetz müsse in angemessener Entfernung vom jetzigen Heim ein Platz nachgewiesen werden. „Angemessen“ seien laut Rechtsprechung 20 bis 30 Kilometer.

102 Plätze hat das Kummerfelder Heim, 69 davon sind derzeit belegt. 19 der Senioren haben allerdings laut Regio-Sprecher Sebastian Kimstädt bereits einen neuen Heimplatz. „Wir sind davon überzeugt, dass bis Ende März alle Bewohner einen neuen Platz haben“, sagt Kimstädt.

Ein e klare Absage erteilt die CDU der Forderung der Gewerkschaft Verdi, die beiden Heime der Regio-Kliniken in Kummerfeld und Elmshorn vom Kreis betreiben zu lassen. „Eine Rekommunalisierung auf Kreisebene können wir als CDU nicht befürworten.“ Die Vergangenheit habe gezeigt, dass das nicht funktioniert. So habe beispielsweise das Elmshorner Heim der Stadt Jahr für Jahr Defizite zwischen 2.000.000 und 900.000 Euro beschert. Deshalb wurde es schließlich verkauft.

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erstellt am 02.Nov.2016 | 10:00 Uhr

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