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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 18:44 Uhr

Mitmachtag in Ellerbek : Von der Jugendfeuerwehr lernen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Ellerbeker Nachwuchsbrandschützer zeigen 18 Besuchern ihren Dienst-Alltag. Übungs-Wochenende mit Alarmierungen.

Ellerbek | „Allesamt antreten, bitte“, rief die Jugendwartin Gerlinde Langeloh die Nachwuchskameraden zusammen. Doch es waren nicht nur die Jugendlichen in ihrer Einsatzkleidung gemeint, sondern auch die Besucher des Mitmachtages der Jugendwehr der Freiwilligen Feuerwehr Ellerbek. Geordnet und eingereiht folgten auch 13 Erwachsene sowie sechs Kinder den Anweisungen Langelohs.

„Wir möchten euch zeigen, wie es bei unserer Jugendwehr so zugeht“, erklärte die Jugendwartin. Bevor es jedoch an die Praxis ging, mussten die Besucher durch die Theorie. Den Anfang an den Fahrzeugen der Feuerwehr machten die Kinder. „Wisst ihr, was das hier ist?“, fragte einer der Nachwuchskameraden. Da er keine Antwort erhielt, erklärte er es den drei Mädchen. „Das ist unser Feuerlöscher, hier sind mehrere Schläuche und Pumpen.“

Gespannt hörten die Mädchen und Jungen den Erklärungen der Kameraden der Jugendwehr zu. Zur Theorie zählte auch die Sitzplatzverteilung innerhalb der Fahrzeuge. „Jeder Platz hat seine eigene Funktion“, erläuterte ein Kamerad. Ein weiterer guter Tipp der Jugendwehr: „Ihr solltet immer rückwärts aussteigen, ansonsten könnt ihr euch ganz doll wehtun.“

Wofür welches Gerät verwendet wird, erläuterte der Ausbilder.
Wofür welches Gerät verwendet wird, erläuterte der Ausbilder. Foto: Hofmann
 

Kurze Zeit später ging es für die sechs jungen Teilnehmer auch bereits zum Einsatz an den Rugenbergener Mühlenweg. „Eine Wiese brennt“, hieß es vom Einsatzleiter. In Reih und Glied, wie sie es vorher an der Feuerwache bereits geübt hatten, übernahmen sie die Aufgaben und schon konnte der Löscheinsatz starten.

Währenddessen informierte Langeloh die Eltern mit Hilfe einer Power-Point- Präsentation über die Arbeit der Jugendfeuerwehr. Unter anderem berichtete die Jugendwartin über die höchste Auszeichnung für ein Mitglied der Jugendfeuerwehr: die Leistungsspange – sozusagen der Gesellenbrief der Brandschützer.

„Mit diesem Abzeichen können Jugendliche direkt zur aktiven Wehr wechseln,“ erklärte Langeloh. Das sonst übliche Anwärterjahr und die Abstimmung der Kameraden darüber, ob das neue Mitglied aufgenommen werde, entfalle. In fünf Disziplinen müssen sich die Jugendlichen für die Leistungsspange messen: Kugelstoßen, Staffellauf, eine Schnelligkeitsübung für die Wasserversorgung, einen Löschangriff vorbereiten und ausführen. Zum Schluss müssen sie theoretische Fragen zum technischen Wissen der Feuerwehr beantworten.

Wo was verstaut ist, zeigten die Kameraden den Gästen.
Wo was verstaut ist, zeigten die Kameraden den Gästen. Foto: Hofmann
 

„Das ist schon eine ganze Menge Arbeit“, betonte sie weiter. Die Leistungsspange sei der Höhepunkt der Zeit bei der Jugendwehr. Nach der Theorie ging es dann auch für die Eltern zu einem Löscheinsatz.

Für die Nachwuchskameraden war der Mitmachtag der Startschuss für einen 24-Stunden-Dienst – ein Ausbildungswochenende mit Übernachtung, das es in sich hatte. So rückten die Jugendlichen beispielsweise aus, um eine Ölspur aufzunehmen, dann gingen sie der Meldung über eine „unklare Rauchentwicklung“ nach. Anschließend wurden die Kameraden zu einem brennenden Container gerufen, bevor sie unter dem Stichwort „Tier in Not“ einen Delfin, der sich versehentlich ins Schwimmbad verirrt hatte, retteten.

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erstellt am 26.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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