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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 17:34 Uhr

Viele Fragebögen kommen zurück

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Glasfaser Rückmeldung zur Internet-Befragung bislang überraschend hoch

Wird eine schnellere Internetverbindung benötigt? Das wollten die Bürgermeister von Prisdorf, Kummerfeld und Borstel-Hohenraden durch eine Befragung herausfinden. Der Aufbau eines Glasfasernetzes mit einem Anschluss bis in die Haushalte ist denkbar, aufgrund der hohen Kosten lohnt sich die Investition aber erst, wenn eine Bedarfsquote von 60    Prozent erreicht wird. In den Fragebögen wird die Versorgungs- und Bedarfssituation erfasst.

Ende September wird mit der Auswertung der Umfrage begonnen. „Bislang lässt sich nur schwierig ein allgemeines Stimmungsbild herauslesen, da es noch keinen Anbieter für die Glasfaserversorgung gibt und somit keine konkreten Kosten genannt werden können“, sagt Jens Kunze vom Fachbereich Bauen und Ordnung beim Amt Pinnau. Dass die Bedarfsquote erreicht wird, kann er nicht garantieren. „Häufig besteht in den Haushalten schon eine gute Leistung und Anwohner möchten für das Internet nicht mehr als 30 Euro im Monat ausgeben“, berichtet er. „Einige wollen einen Ferrari besitzen, aber nur einen Polo bezahlen.“ Laut Kunze ist der Rücklauf überraschend hoch.


Großes Interesse bei den Bürgermeistern


Sollte die Bedarfsquote erreicht werden, begeben sich die Rathaus-Chefs auf die Suche nach einem Partnerunternehmen. Kummerfelds Bürgermeisterin Erika Koll (SPD) erwartet vergleichbare Ergebnisse in den Gemeinden. „Prisdorf, Kummerfeld und Borstel-Hohenraden sind ähnlich aufgestellt, was die Voraussetzungen angeht“, sagt Koll. Eine Prognose könne sie noch nicht abgeben, unterstütze aber grundsätzlich die Idee: „Glasfaserverbindungen sind die Zukunft, und ich glaube an eine langfristige Entwicklung in diese Richtung.“ Insbesondere Gewerbebetriebe seien darauf angewiesen.

Auch Rolf Schwarz (BBP), Bürgermeister in Prisdorf, hält die Glasfaserverbindung für zukunftsträchtig. „Damit wäre eine gleichmäßig verteilte Verbindung für alle Anwohner gewährleistet“, beschreibt er. „Über die derzeitige Funkstrecke der Telekom gibt es zentrale Knotenpunkte, an denen das Leistungsvermögen besser ist. Die Verbindung schwankt je nach Standort, wodurch einige Anwohner benachteiligt werden.“ Auch Wiebke Dicks (SPD), stellvertretende Bürgermeisterin in Borstel-Hohenraden befürwortet die Technologie.

Wer keinen Fragebogen im Briefkasten erhalten hat, bekommt diesen in den Bürgerbüros sowie im Internet unter www.amt-pinnau.de. Die Rückgabe erfolgt noch bis 1.    September in der Amtsverwaltung oder per E-Mail an j.kunze@amt-pinnau.de.



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