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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 07:53 Uhr

Verzweifelt gesucht: Chorleiter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

NAchwuchssorgen Männergesangverein Borstel-Hohenraden hat einen Platz am Dirigentenpult zu vergeben

Fast 100 Jahre ist er alt und hat in dieser Zeit so manchen Sturm überstanden. Das stählt, macht aber nicht unverwundbar. Und so kämpft der Männergesangverein von 1924 Borstel-Hohenraden aktuell wieder – gegen den Nachwuchsmangel und für einen neuen Dirigenten. Vorsitzender Uwe Hölting sucht für die 24 Herren einen neuen Chorleiter und hat sich jetzt mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit gewandt. Seine Sorge: Findet sich nicht bald jemand, der die künstlerische Führung übernimmt, könnten die Tage des Vereins gezählt sein.

„In meiner Zeit als Vorsitzender suche ich jetzt schon zum dritten Mal einen Chorleiter“, sagt Uwe Hölting, der die Aufgabe im Januar kommissarisch übernommen hat, darin aber keine Dauerlösung sieht. Dazu, so Hölting, fehle es ihm an dem notwendigen Wissen. Tatsächlich begannen die Probleme vor vier Jahren, als der damalige Chorleiter den Dirigentenstab aus Altersgründen abgab. 15 Jahre hatte er die Geschicke des Gesangvereins maßgeblich bestimmt und auch das Repertoire aufgebaut, für das die Sänger bis heute stehen: Shanties, alte und neuere Schlager von Peter Alexander bis Freddy Quinn und deutsche Volkslieder.


Vorsitzender greift zum Dirigentenstab


Nach seinem Rücktritt machte sich Hölting auf die Suche nach einem Nachfolger. Er fand ihn schließlich, musste aber wieder einspringen, als der sich im Januar aus Krankheitsgründen zurückzog. Seitdem ist das Dirigentenpult nur deshalb nicht komplett verwaist, weil der Vorsitzende tapfer jede Woche wieder zum Stab greift.

„Es gibt auf dem Markt einfach nicht so viele bezahlbare Chorleiter“, erklärt Uwe Hölting, warum er bislang noch nicht fündig wurde. Dazu muss es noch einer sein, der sich gut in den Chor einfühlen kann.

Die Sänger sind zwischen 62 und 85 Jahre alt, viele sprechen kein Englisch und sind nicht mehr unbegrenzt mobil. Dafür sind sie mit Leidenschaft dabei und auch noch gut bei Stimme. Jeden Dienstag treffen sie sich um 20 Uhr im Schützenhof in Borstel-Hohenraden, Quickborner Straße 122, für eineinhalb Stunden und kümmern sich auch um die Stimmbildung im 1. und 2.  Tenor sowie 1. und 2. Bass. Dazu, und das ist zweifellos eine Besonderheit, begleiten sie sich selber und bei Bedarf mit Gitarre, Schifferklavier und Cajón (Kistentrommel). Das kommt vor allem dann gut an, wenn sie den Bürgern im Dorf ein Ständchen bringen, bei der Seniorenweihnachtsfeier auftreten oder zum Waldsingen im Mai bitten. „Wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn sich ein neuer Chorleiter fände“, so Hölting, der auch weitere Sänger zum Mitmachen ermutigen möchte. Der Einstand ist unkompliziert, denn wer kommt, wird einfach in den Chor integriert – ohne Vorsingen. Hölting ist erreichbar unter der Telefonnummer (0  41  01) 7  43  42.


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erstellt am 07.Okt.2016 | 16:29 Uhr

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