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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 05:06 Uhr

Verzögerung sorgt für Irritation

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ilo-Gelände Vertrag noch nicht unterzeichnet

Diese Nachricht sorgt bei der Politik derzeit für Irritation: Der städtebauliche Vertrag zwischen Pinneberg und dem Hamburger Investor Matrix für das Mühlenau-Quartier auf dem ehemaligen Ilo-Gelände ist noch nicht unterzeichnet worden. Dabei sollten die Unterschriften im Juli unter den Vertrag gesetzt werden.

„Es hat Krankheitsfälle gegeben“, informierte Bauamtschef Klaus Stieghorst den Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Kleingartenwesen am Dienstagabend. Laut Stieghorst soll der Vertrag im Oktober unterschrieben werden.

„Wir halten an dem Projekt fest“, sagt Projektentwickler Sebastian Schäfer vom Hamburger Investor Matrix auf Anfrage unserer Zeitung. Wegen der Urlaubszeit sei es zu Verzögerungen gekommen. Auch er bestätigt den Oktobertermin für die Vertragsunterschriften. Das Investitionsvolumen für das Projekt liege im dreistelligen Millionen-Bereich.

Im Mai wurde der städtebauliche Vertrag im Ausschuss für Stadtentwicklung mit den Stimmen von CDU und SPD auf den Weg gebracht. 75  000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche für Wohnen und Gewerbe sollen nun auf dem Gelände entstehen. Bis zu 360 Wohneinheiten sind vorgesehen, davon 20    Prozent sozial gefördert. Darauf hatte die Politik viel Wert gelegt. Die Fraktion Grüne und Unabhängige wollten 30 Prozent Sozialwohnungen, konnten sich aber nicht durchsetzen.

Unterdessen hat es einen Workshop mit dem Investor gegeben, der zu einer grundlegenden Überarbeitung der bis dahin vorliegenden Rahmenplanskizze geführt hat. Demnach soll unter anderem der Bahnhofsvorplatz auf der Seite des Ilo-Geländes durch eine möglichst geschlossene Bebauung räumlich eingefasst werden.


Verzicht auf innere Erschließungsstraße


Auf eine innere Erschließungsstraße soll indes verzichtet werden, so die Pläne. Stattdessen sind Tiefgaragen mit Zufahrten von der Straße An der Mühlenau geplant. Des Weiteren soll ein interner Erschließungsweg mit Grünanlage in Nord-Süd-Richtung angelegt werden und die einzelnen Bauquartiere verbinden. Der Parkplatz auf der ehemaligen Mülldeponie soll eventuell als Park-and-ride-Anlage genutzt, so der Investor. „Wir sind im finalen Abstimmungsprozess“, sagte Projektleiter Schäfer. Er rechnet mit einem Baubeginn 2017/2018.


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erstellt am 22.Sep.2016 | 16:38 Uhr

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