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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 09:39 Uhr

Diskussion in Hasloh : Verkehrsberuhigung: Es gibt nur wenig Spielraum

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hasloher Bürger, Politiker und Experten suchen nach Lösungen für das Problem.

Hasloh | Etwa 30 Besucher sind der Einladung von Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) gefolgt und saßen am Mittwochabend erwartungsvoll im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr. Als Experten zum Thema Verkehr waren Rüdiger Langels vom Fachdienst des Kreises und Uwe Scharpenberg vom Fachbereich der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft zu Gast.

„Verkehr war hier schon immer ein besonderes Thema“, sagte Brummund während seiner Begrüßung. Sowohl die Nord-Süd- als auch die Ost-West-Achse würden immer intensiver genutzt. „Als Gemeinde haben wir keine Möglichkeit, Einfluss zu nehmen – selbst kleine Maßnahmen müssen vom Kreis genehmigt werden“, erklärte der Bürgermeister.

Deswegen habe er Experten eingeladen, um Vorschläge und Lösungen, die während der Diskussion erarbeitet würden, sofort auf deren Machbarkeit zu überprüfen. Eileen Rohrbach, Vorsitzende des Arbeitskreises Verkehrssicherheit, erläuterte anschließend die dauerhaften und akuten Belastungen und stellte sie zur Debatte. „Was können wir tun, wenn wir hier auf der Kieler Straße im Dauerstau stehen und sich dadurch der Querverkehr zurückstaut?“, richtete sich Rohrbach an Langels. Der betonte, dass es keine Patentrezepte gebe und der Verkehr nicht verhindert werden könne.

Eine Ampel als Lösung?

„Gegebenenfalls könnte eine zusätzliche Ampel an der Kreuzung Pinneberger Straße dafür sorgen, dass Autofahrer einbiegen können“, sagte Langels. Ein pragmatischer Besucher schlug vor, an der dort vorhandenen Fußgängerampel einen Freiwilligendienst zu etablieren, der in regelmäßigen Abständen den Knopf drückt.

Problematisch sah Langels den Vorschlag, die Abkürzung durch die Schulstraße – um die Ampel am Garstedter Weg zu umgehen – dadurch zu verhindern, dass die Straße zur Sackgasse gemacht wird. „Ich plädiere sogar für die große Lösung: Auch der Mittelweg könnte zur Sackgasse gemacht werden“, sagte Brummund. „Bedenken Sie, dass das dann für alle gilt“, sagte Langels.

Was Raser anbelangt, riet Langels der Gemeinde, die Messtafeln regelmäßig an unterschiedlichen Punkten aufzustellen, um Daten über Anzahl und Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu sammeln. Auch das Anbringen von Schwellern sei denkbar. „Mein einziger Trumpf ist die Straßenverkehrsordnung – die Spielräume für Verkehrsberuhigung sind leider sehr eng“, betonte er. Für den Bereich Kirschenallee/Dorfstraße empfahl Langels der Gemeinde, das Sichtfeld durch bunte Schilder optisch einzuengen. „Das könnte effektiver sein, als Verkehrsschilder“, sagte er.

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erstellt am 27.Mai.2016 | 10:00 Uhr

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