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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 00:55 Uhr

Verdi: Kreispolitik soll für Erhalt der Pflegeheime kämpfen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Gewerkschaft Verdi hat Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Landrat Oliver Stolz aufgefordert, „die beabsichtigte Schließung der Pflegeheime der Regio-Kliniken in Elmshorn und Kummerfeld“ zu verhindern. Immerhin sei der Kreis mit einer Sperrminorität von 25,1 Prozent an Regio beteiligt.

Laut Verdi werde die Schließung zum Verlust von 250 Heimplätzen in der Region führen. Es gäbe aber keine 250 freien Plätze vor Ort, so dass für die überwiegende Mehrzahl der Betroffenen ein Umzug auch in andere Bundesländer notwendig werde. Bei einer Schließung sei der Betreiber gesetzlich zwar verpflichtet, die weitere Betreuung zu sichern, dies könne aber auch an anderen Orten erfolgen. „Wer jetzt noch Verwandte hat, die den Weg aus Pinneberg ins Heim nach Elmshorn finden, wird nächstes Jahr in einem bayerischen Pflegeheim wohl vergeblich auf regelmäßige Besuche warten“, macht Verdi drastisch deutlich. Sollten die Kliniken die Heime nicht weiter betreiben wollen, schlägt Verdi dem Kreis vor, über eine Rekommunalisierung nachzudenken.

In den kommenden Wochen will sich die Gewerkschaft weiter für den Erhalt der Heime einsetzen und hofft auf breite Unterstützung der Bevölkerung. Seit vergangener Woche läuft eine Unterschriftensammlung, die im November der Kreispolitik übergeben werden soll.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 16:37 Uhr

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