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Pinneberger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 11:21 Uhr

Unterstützung für die Kita-Kräfte

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

AusschussMitglieder stimmen für die Einstellung einer 20-Stunden-Kraft und einer FSJ-Stelle / Lösung zunächst auf zwei Jahre begrenzt

Die Entscheidung des Sozial-, Schul-, Sport- und Kulturausschusses der Gemeinde Kummerfeld war einstimmig. Die Ausschussmitglieder empfehlen dem Finanzausschuss und der Gemeindevertretung die Schaffung zweier Stellen für Unterstützungskräfte für den Kindergarten St. Martin. Etwa 18  000 Euro sollen von der Gemeinde   für eine sozialpädagogische Assistentin für 20 Stunden und eine Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ausgegeben werden. Damit soll die Betreuung in der Einrichtung verbessert werden. Zahlreiche Eltern waren teilweise mit Säuglingen im Kinderwagen zu der Sitzung gekommen, um die Dringlichkeit des Beschlussvorschlages zu unterstreichen. „So voll war es noch nie“, kommentierte Vorsitzende Petra Stinski (SPD), als weitere Stühle herangeschafft werden mussten.

Die Belastung auf das Personal der Kita steige, erläuterte sie in der Diskussion um die Vorlage. „Die Vorschriften des Landes sind da noch ein bisschen hinterher. Sie gehen von fünf Krankheitstagen pro Jahr aus. Dazu kommt, dass auch der Betreuungsschlüssel veraltet ist“, so Stinski.

Elfie Rohde-Borowski, Leiterin der Einrichtung, schilderte die Lage in der Kita: „Wir haben einen Fehlbedarf an jedem Tag. Es geht darum, Krankheit durch zusätzliche Kräfte zu vermeiden.“ Eine FSJ-Kraft dürfte nicht im Krippenbereich als Vertretung eingesetzt werden. Außerdem müsste diese auch stärker angeleitet werden als eine Fachkraft. „Ist das im Regelbetrieb überhaupt machbar?“, gab Torsten Hahne (SPD) zu bedenken. Rohde-Borowski bejahte dies. Schließlich gebe es bereits sehr gute Erfahrung mit Langzeitpraktikanten. „Es muss nicht immer eine Fachkraft sein. Beispielsweise sitzt bei Krankheit auch mal eine Kollegin mit 18 Kindern allein beim Mittagessen, da geht die Kultur etwas verloren“, so Rohde-Borowski. Eine zusätzliche Hilfe könnte dort deutlich entlasten. Andreas Supthut (CDU) befürchtete, dass die zusätzlichen Kräfte auch in den Pool für Vertretungskräfte des Kita-Werkes kommen würden. „Die werden in Kummerfeld eingestellt und bleiben dann auch hier?“, fragte er. „Diese Kräfte gehören dann nach Kummerfeld“, antwortete Stinski.

Silke Krieger (CDU) schlug vor, den Beschluss zeitlich zu begrenzen. „Eine unbegrenzte Unterstützung ist nicht sinnvoll“, so Krieger. Zustimmung erhielt sie von Stinski: „So lange es für 95 Kinder diesen Schlüssel gibt, ist diese freiwillige Leistung sinnvoll.“ Der Ausschuss entschied sich für eine zeitliche Begrenzung von zunächst zwei Jahren. Danach soll der Bedarf erneut geprüft werden.

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erstellt am 24.Sep.2016 | 17:33 Uhr

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