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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 19:38 Uhr

Umzug nach Tornesch : Tramaco verlässt Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wirtschaft: Die Chemie-Firma zieht von Pinneberg nach Tornesch.

Pinneberg | Der in Pinneberg ansässige Spezialist für chemische Treibmittel und Haftvermittler, Tramaco GmbH, an der Siemensstraße, wird Pinneberg verlassen. Das hat das Immobilienunternehmen Grossmann & Berger mitgeteilt. Schon im nächsten Jahr soll der Umzug der zur Rowa Group gehörenden Firma, die Kunststoffe, Farben und Additive herstellt, erfolgen.

„Der genaue Umzugstermin steht noch nicht fest“, sagte Tramaco-Geschäftsführer Carsten Mennerich gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Die Rowa Group, die ebenso wie die Tramaco weltweit tätig ist, wird hingegen in Pinneberg bleiben, informierte der Geschäftsführer. Dort werden weiterhin Kunststoffe und Farbgranulate hergestellt.

„Wir brauchen mehr Platz. In Tornesch haben wir gute Möglichkeiten gefunden“, sagte Mennerich. Tramaco hat den Hallen- und Bürokomplex an der Lise-Meitner-Allee 8 im Businesspark von einem Privatinvestor erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Industrie-Immobilie befindet sich in einem Gewerbegebiet unmittelbar an der A    23-Abfahrt Tornesch auf einem rund 12056 Quadratmeter großen Grundstück. Sie wurde 1999 errichtet und verfügt über eine nutzbare Fläche von etwa 6817 Quadratmetern. Mit Mennerich ziehen 40 seiner Mitarbeiter um. „Wir werden weiterhin eng mit der Rowa Group zusammenarbeiten.“ Mit Tramaco dürfte Pinneberg allerdings einen wichtigen Gewerbesteuerzahler verlieren. Laut Informationen unserer Zeitung handelt es sich um einen sechsstelligen Betrag. Mennerich wollte das nicht bestätigen. Nur so viel: Tramaco erzielt einen Jahresumsatz von rund 25 Millionen Euro.

Pinneberger Bürgern mag der Name des seit 1989 in der Kreisstadt ansässigen Unternehmens bekannt vorkommen. 2013 hatte das Verwaltungsgericht Schleswig sämtliche Klagen gegen das Bauprojekt Westumgehung zurückgewiesen, auch die von Rowa. Das an der geplanten Trasse beheimatete Chemieunternehmen hatte zuvor ein Berufungsverfahren angestrebt. Die Westumgehung soll direkt an dem Betrieb vorbeiführen. Doch 2014 kam es doch noch zu einer Einigung.

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erstellt am 03.Nov.2016 | 12:15 Uhr

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