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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 11:57 Uhr

SPD-Antrag durchgesetzt : Tornescher Rathaus wird renoviert

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Antrag der Sozialdemokraten setzt sich gegen CDU und FDP durch. Umzug in Ortskern jedoch weiterhin möglich.

Tornesch | Ohne Diskussion haben die Politiker während des Hauptausschusses am Montagabend beschlossen, dass eine Renovierung des Rathauses auf minimalistischem Niveau erfolgen soll. Das beinhaltet die Umsetzung aller Maßnahmen, die für die Arbeitssicherheit und zur Absicherung der baulichen Substanz notwendig sind. Darüber hinausgehende Sanierungs- und Baumaßnahmen sollen nicht erfolgen. Zu einem späteren Zeitpunkt, der sich aus dem Fortschritt der Planungen zur Ortskerngestaltung ergibt, soll entschieden werden, ob das Rathaus komplett oder unter Umständen nur mit Teilfunktionen, wie Versammlungsräumen in das Ortszentrum verlagert wird.

Diesen Vorschlag brachten die Sozialdemokraten ein und setzten ihn mit ihren fünf Stimmen gegen CDU und FDP und damit auch gegen den zum dritten Mal von der CDU eingebrachten Antrag, dass die Verwaltung die Sanierung des Rathauses unter Berücksichtigung von Aspekten einer zukunftsorientierten und digitalen Verwaltung und einer „behutsamen Belastung“ des Haushalts vorantreiben und weiter ausarbeiten soll, durch. Denn während die SPD seit mehr als einem Jahr die Diskussion für einen Rathaus-Neubau im Ortszentrum aufrecht erhält, hatten sich die Christdemokraten nach der Darlegung von Kosten für eine Rathaussanierung (etwa zwei Millionen Euro) und für einen Neubau im Ortszentrum ( sieben bis neun Millionen Euro) im Sommer dieses Jahres für eine Sanierung des Rathauses am bisherigen Standort an der Wittstocker Straße ausgesprochen. Die SPD setzte als Mehrheitsfraktion jedoch durch, dass erst nach einer Einwohnerversammlung zu dem Thema und nach nochmaliger Beratung in der Fraktion eine Beschlussfassung zur Sanierung oder zum Neubau des Rathauses erfolgen sollte. Dass das Interesse der Bürger an dem Thema gering ist, verdeutlichten die leeren Plätze bei der Einwohnerversammlung und auch beim Hauptausschuss am Montagabend.

Mit dem nun gefassten Beschluss ist die Tür für einen möglichen Rathaus-Neubau doch noch offen gehalten. „Bei der Neugestaltung des Tornescher Ortszentrums könnte ein Rathaus als Verwaltungssitz und Tagungsort eine belebende Funktion haben. Würden die Sitzungen der Selbstverwaltung nicht in Hinterzimmern außerhalb des eigentlichen Ortsgebietes, sondern quasi in ,Schaufenstern’ des Ortes statt finden, würde dies eine Visualisierung des demokratischen Prozesses beinhalten. Unser Rathaus könnte ein echtes Bürgerhaus sein“, so die Argumentation der SPD.

Die Diskussion in den Gremien und mit den Einwohnern zur Ortskerngestaltung sei jedoch noch nicht so weit. „Aus diesem Grund wäre es kontraproduktiv, zum jetzigen Zeitpunkt eine Rathausverlagerung zu beschließen“, begründeten die Sozialdemokraten.

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erstellt am 16.Nov.2016 | 16:45 Uhr

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