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Pinneberger Tageblatt

26. August 2016 | 21:55 Uhr

Im Interview : Thomas Köppl zieht Bilanz

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Quickborner Verwaltungsgemeinschaft: Chef Thomas Köppl zieht Bilanz. Zwischen Routine und Sonderprojekten.

Quickborn | Die Bildung der Verwaltungsgemeinschaft von Quickborn, Bönningstedt und Hasloh jährt sich nun zum dritten Mal. Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) blickt im Interview auf das vergangene Jahr zurück.

Was waren die größten Herausforderungen?
Thomas Köppl: Das Jahr 2015 war für die Verwaltungsgemeinschaft weitgehend von Routine geprägt. Besondere unerwartete Mehrbelastungen brachte, wie in allen Verwaltungen, die Zunahme von Flüchtlingen und Asylbewerbern.

Hat sich die personelle Struktur verändert?
Einige Sonderprojekte waren für die Gemeinden zu begleiten. Im Wesentlichen ist die Sanierung der Peter-Lunding-Schule in Hasloh zu nennen. Für diese Projekte wurden die personelle Kapazitäten entsprechend der Kostenerstattung erhöht. Diese Projekte wurden jeweils in den Gremien der Gemeinden beschlossen und die Abrechnung erfolgt nach Gremienbeteiligung in den Kommunen.

In Sitzungen der Gemeinden ist immer wieder der Satz „Die Verwaltung soll prüfen...“ zu hören. Welcher Zeitaufwand ist damit verbunden? Inwieweit bindet das Arbeitskraft?
Die tatsächlich durch die Gremien oder durch die Bürgermeister erteilten Prüfaufträge bewegen sich im zu erwarteten Rahmen und sind durch die Kostenerstattung abgedeckt. Es ist absolut notwendig und zum Wohle der Gemeinden erforderlich, dass die Gremien sich die nötigen Informationen liefern lassen. Über die Kernverwaltung hinausgehende Erarbeitungen werden mit den Gemeinden abgerechnet. Auch diese Leistungen werden jeweils im Vorwege in den Gremien der Gemeinden beschlossen und die Abrechnung erfolgt nach Gremienbeteiligung in den Kommunen.

Die Themen, mit denen sich ehrenamtliche Politiker befassen müssen, werden immer komplexer. Wo sehen Sie Schwierigkeiten oder Grenzen der kommunalen Selbstverwaltung?
Die Herausforderungen für Kommunalpolitiker werden zweifellos größer. Betroffen sind in besonderem Maße Gemeinden mit einer dynamischen Entwicklung. In dieser Situation befinden sich Hasloh, Bönningstedt und Quickborn.

Wenn Sie Wünsche frei hätten an die Politiker: Welche wären das?
Der folgende Rat ist allgemeiner Natur und betrifft nicht explizit eine Gemeinde. Spezielle Hinweise oder Bitten werden direkt mit den Betroffenen erörtert. Um dauerhaft in hoher Qualität und mit zeitlich vertretbarem Aufwand ehrenamtlich die Geschicke der Gemeinden lenken zu können, sind einige Punkte empfehlenswert.

Beschränkt auf den Aufgabenbereich der Gemeindevertretung und der Ausschüsse: Ziele und Grundsätze für die Verwaltung der Gemeinde festlegen, also den Rahmen geben.

Nur die wirklich wichtigen Entscheidungen selbst treffen. Vertrauen in den ehrenamtlichen Bürgermeisters setzen, was die Details angeht. Die Durchführung der Entscheidungen beziehungsweise die Einhaltung des Rahmens überwachen.

Keine endlosen Wiederholungen schon vorgebrachter Argumente in Sitzungen. Akzeptanz von mit Mehrheit getroffener Entscheidungen und Weiterentwicklung auf dieser Basis. Vertrauen in die eigene Kompetenz und die Kompetenz von ehrenamtlichem Bürgermeister und Verwaltung.

Einen klaren Kurs nur verlassen, wenn es dafür gute Gründe gibt. Die wirtschaftlichen, rechtlichen und sonstigen nicht beeinflussbaren Rahmenbedingungen akzeptieren und mit diesen umgehen.

Wann können die Gemeinden Hasloh und Bönningstedt damit rechnen, dank der Doppik endlich Klarheit über ihre finanziellen Verhältnisse zu haben?
Die Eröffnungsbilanzen liegen vor. Zum Zeitplan für die Jahresabschlüsse kann ich erst im neuen Jahr Stellung beziehen.

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erstellt am 04.Jan.2016 | 00:32 Uhr

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