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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 13:43 Uhr

Pinneberg : Theaterstück zur Gewaltprävention an der Grundschule in Thesdorf

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

„Geheimsache Igel“: Wie Kinder lernen, Nein zu sagen.

Pinneberg | Als Claus-Holger Haß, stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Friends for Kids“ das Theaterstück „Geheimsache Igel“ zum ersten Mal gesehen hat, sei er sofort begeistert gewesen. „Die Thematik und die Herangehensweise haben mich sofort begeistert“, sagte Haß. Er stellte es seinem Vereinskollegen Holger Meyer, Direktor der Grundschule Thesdorf, vor und die Idee war geboren, das Stück auch in Pinneberg aufzuführen. Jetzt war es soweit.

Die Schauspielerinnen Mareike Christensen und Cordula Tornow übernahmen die Rollen von Wurzel und Krümel, den Protagonisten des Kindertheaters, das insgesamt neun Klassen der Thesdorfer Grundschule verfolgten. „Alle Erst-, Zweit- und Drittklässler waren dabei. Für die Viertklässler ist es vielleicht doch etwas zu kindlich dargestellt“, so Meyer.

Das Thema des Stücks: Gewaltprävention – vor allem sexuelle Gewalt. Der TV- und Kinoschauspieler Olaf Krätke entwickelte das Projekt im Jahr 1998. Seitdem wurde es in mehr als 1500 Einrichtungen aufgeführt und von mehr als 1,3 Millionen Kindern gesehen. „Es passiert in dem Stück viel auf der emotionalen Ebene“, sagte Christensen. Zudem spielen Farben eine wichtige Rolle.

Krümel lebt in einer komplett gelben Welt. Eine blaue Fliege, blaue Bälle, die immer wieder zu Boden fallen und schließlich eine blaue Hexe ärgern ihn. Als Krümel niedergeschlagen mit seinem Igel kuschelt, kommt sein Freund Wurzel dazu, um ihm zu helfen. „Erwachsene verstehen das Stück manchmal nicht sofort. Kinder schon“, sagte Tornow und ergänzte: „Blau steht bei Kindern immer für etwas Positives. Das wird im Stück umgekehrt.“ Die Botschaft des Stücks: Wenn Kinder eine Gefahrensituation erkennen, sollten sie sich ablehnend verhalten. „Nein sagen und Abstand halten, kann viele gefährliche Situationen verhindern“, erläuterte Haß. Zudem sollten die Kinder lernen, sich Freunden oder Eltern anzuvertrauen. „Ein Kuscheltier ist schön, aber es kann nicht helfen, wenn Probleme bestehen“, sagte Christensen. Der Schulleiter war auch von der Nachbereitung begeistert: „Es wurde spielerisch mit den Kindern aufbereitet und in einem Fragespiel alle Themen noch einmal ins Bewusstsein gerufen.“ Er bedankte sich bei Haß und Jürgen Koch von „Friends for Kids“ für die finanzielle Unterstützung, die die Aufführung erst möglich gemacht hatte.

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erstellt am 25.Mär.2015 | 10:00 Uhr

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