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Pinneberger Tageblatt

02. Dezember 2016 | 23:23 Uhr

Rhetorik, Fairness, Gelassenheit : Teil 1: 18 Fragen an die Bürgermeisterkandidaten in Halstenbek

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bürgermeisterwahl: 18 Fragen an die Kandidaten Hein Gottfried Fischer, Claudius von Rüden und Kirsten Sajitz. Heute: Teil 1.

Halstenbek | Am Sonntag, 11. September, wählen 14.334 wahlberechtigte Halstenbeker ihren neuen Bürgermeister. Zum 31. Januar 2017 legt die amtierende Rathauschefin Linda Hoß-Rickmann (63) aus persönlichen Gründen vorzeitig ihr Amt nieder. Mit Hein Gottfried Fischer (73, unabhängig), Claudius von Rüden (39, SPD) und Kirsten Sajitz (39, CDU) treten drei Kandidaten an. Nach der Veröffentlichung des Interviews der evangelischen Kirchengemeinde mit den Bewerbern am 8. August, das Halstenbeks Pastor Malte Lei und Sabine Tesche geführt hatten, fragen wir die drei Kandidaten nach ihren persönlichen Stärken und Vorlieben.

Warum sollten am Sonntag, 11. September, insgesamt 14.331 Halstenbeker Bürger Sie wählen?

Hein Gottfried Fischer: Ich bin locker, bürgernah, lösungsorientiert.
Claudius von Rüden: Wer mich wählt, entscheidet sich für Verwaltungskompetenz und Kompetenz in Wirtschaftsfragen sowie für Wertschätzung und Respekt gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.
Kirsten Sajitz: Als gelernte Bankfachwirtin war ich knapp zehn Jahre bei der Halstenbeker Bank eG in der Kreditabteilung beschäftigt und habe somit kaufmännisches und finanzielles Grundverständnis. Ich bin 18 Jahre kommunalpolitisch ehrenamtlich tätig und kenne somit alle Aufgaben, die es in Halstenbek zu bewältigen gibt, und unsere Verwaltung. Ich lebe seit 39 Jahren, also seit meiner Geburt, in unserer Gemeinde und kenne Halstenbek und die Halstenbeker. Durch meine fünf Kinder bin ich aktiv im Gemeindeleben verankert.


Was reizt Sie an der Aufgabe, Bürgermeister von Halstenbek zu werden?

Fischer: Ich kann meine lange Lebenserfahrung und Berufserfahrung einbringen. Ich kann meine ganze Liebe zu mir und den Menschen zum Ausdruck bringen.
von Rüden: Das Amt des Bürgermeisters von Halstenbek eröffnet große Gestaltungsräume und es bereitet mir Freude, gemeinsam mit engagierten Menschen an kommunalen Projekten arbeiten zu können.
Sajitz: Ich freue mich darauf, mich noch stärker für die Belange der Bürger unserer Gemeinde einsetzen zu können und somit unsere Zukunft mitzugestalten, damit die Lebensqualität erhalten und verbessert wird.


Welche Aufgabe hat Priorität, wenn Sie am 11. September zum Halstenbeker Bürgermeister gewählt werden?

Fischer: AKW Brokdorf schneller abschalten, weil nachweislich zu viel Gefahr von dort ausgeht.
von Rüden: Die Entwicklung der „Grevefläche“, damit eine gesunde Mischung von Wohnen und Gewerbe entsteht und die Gemeinde ihre Gewerbeeinnahmen erhöhen und so den Haushalt entlasten kann.
Sajitz: Priorität hat für mich der bedarfsgerechte Ausbau unserer Kinderbetreuungseinrichtungen im Bereich Kindertagesstätten und Schulen. Parallel dazu ist die Erweiterung des Gewerbegebiets zum Abschluss zu bringen.


Wenn Sie heute drei Dinge in Halstenbek ändern könnten, würden Sie...

Fischer: ...sofort AKW Brokdorf abschalten, die Wohnungsnot einstellen, die Geschäfte wieder öffnen.
von Rüden: ...mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Ausreichend Krippenplätze und Klassenräume bereitstellen. Den Haushalt ausgleichen.
Sajitz: ...den Verlauf der L104 mitten durch unsere Ortsmitte an den Ortsrand verlegen. Ich würde neuere und ältere Gewerbegebiete auf die seit mehr als 40 Jahren dafür vorgesehenen Gewerbegebietserweiterungsfläche umsiedeln. Das Außengelände der Kindertagesstätte Erlöserkirche würde ich großzügiger und attraktiver gestalten.


Beschreiben Sie einem Fremden die Baumschulengemeinde Halstenbek mit einem Satz.

Fischer: Ein Kompromiss von Fortschritt und Natur.
von Rüden: Halstenbek ist die lebenswerte Gemeinde im Grünen mit freundlichen und am Gemeinwohl interessierten Bürgerinnen und Bürgern.
Sajitz: Halstenbek ist eine lebens- und liebenswerte Gemeinde im Speckgürtel der schönen Stadt Hamburg mit freundlichen und offenen Bürgerinnen und Bürgern, die es geschafft hat, ihren grünen Charakter mit Baumschulen und Grünflächen zu erhalten.


Mein Lieblingsplatz in Halstenbek ist...

Fischer: ...der See.
von Rüden: ...der Krupunder See.
Sajitz: ...der Krupunder See. Hier kann ich entspannt mit meiner Familie und unserem Hund spazieren gehen und die Natur genießen.


Wenn ich Bürgermeister von Halstenbek bin, werde ich als Erstes...

Fischer: ...meinen Umzug nach Halstenbek organisieren.
von Rüden:...meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie alle kommunalen Einrichtungen kennenlernen.
Sajitz: ...ausführliche Gespräche mit jedem Mitarbeiter und auch mit den Fraktionen führen.


An Ihren Mitbewerbern gefällt Ihnen...

Fischer: ...dass sie auch fair sind.
von Rüden: ...dass sie sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger bei den beiden Kandidatenvorstellungen offen gestellt haben.
Sajitz:...an meinen Mitbewerbern gefallen mir zum einen der Humor und die Gelassenheit und zum anderen die rhetorischen Fähigkeiten.
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erstellt am 06.Sep.2016 | 15:30 Uhr

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