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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 05:17 Uhr

Erntedankumzug : Tausende feiern in Waldenau-Datum

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

50 Motivwagen rollen durch den Pinneberger Ortsteil und sorgen für ein buntes Treiben.

Pinneberg | Während die ersten der 50 Motivwagen ihren Platz im Jappopweg einnahmen und die Besucher zum Festplatz stärken, um sich bei Bratwurst, Erbsensuppe oder Pizza zu stärken, rücke Volker Brammer, Organisator des Erntedankfests in Waldenau, eine Straßensperre zurecht.

„Scheinbar weiß niemand, was das Schild bedeutet“, sagte er lachend, aber leicht genervt und zeigte auf das Durchfahrt-Verboten-Schild. Durch die wiederholten Diskussionen mit uneinsichtigen Autofahrern ließ er sich aber am Sonntag nicht die Laune verderben. „Das haben wir doch super hinbekommen“, freute er sich, zeigte in den strahlend blauen Himmel und ergänzte: „Die Vorhersage sah ja ganz anders aus.“ Am Freitag lautete die Vorhersage noch: Regen. Wie sehr hat er gezittert? Brammer zuckte die Schultern und schaute spitzbübisch: „Vielleicht ein bisschen.“

50 Motivwagen, Spielmannszüge und Fußgruppen hatten kurz vor 13 Uhr im Jappopweg Aufstellung genommen, als die Erntekrone von den Dreschern am Festumzug vorbeigetragen wurde. Nach wenigen Handgriffen war sie befestigt und Jürgen Hilbers, Vorsitzender des Bürgervereins Waldenau-Datum von 1934, gab die fünf Kilometer lange Strecke für den 68. Erntedankumzug durch Waldenau-Datum frei.

Alle Vereine aus dem Pinneberger Ortsteil hatten sich mit eigenen Wagen beteiligt und auch aus der Nachbarschaft nahmen zahlreiche Vereine wie die Halstenbeker Schützen oder der Musikzug Rellingen teil. Am Sonnabend waren die Straßen der Gemeinde von mehr als 150 freiwilligen Helfern gereinigt und geschmückt worden. Gleiches galt auch für die Traktoren und Anhänger, die liebevoll mit den Ernteschätzen versehen worden waren: Brot, Getreide, Wein, Obst und Gemüse.

„Wir setzen auf Qualität statt auf Länge. Es war ein Trend, immer mehr Wagen aufzunehmen, wir wollen aber noch schönere und buntere Wagen für das Publikum“, sagte Brammer. Auch zukünftig soll der Erntedankumzug nicht länger werden. Nach knapp vier Stunden war auch der letzte Wagen wieder am Festplatz angekommen, wo erstmals weitergefeiert wurde. „Wegen des Feiertags wollten wir den Besuchern die Möglichkeit bieten, bei uns weiterzufeiern“, so Brammer. Für ihn stand gestern mit weiteren Helfern der Abbau an. Und heute? Brammer lachte: „Dienstag habe ich tatsächlich Urlaub.“

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erstellt am 04.Okt.2016 | 12:15 Uhr

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