zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

02. Dezember 2016 | 21:12 Uhr

Zukunft der Gemeinde : Tangstedt plant die Dorfentwicklung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Gemeinde will aktiv gestalten und die Bevölkerung im Herbst beteiligen.

Tangstedt | Agieren statt reagieren – das ist das Ziel, das die Gemeinde Tangstedt mit dem in Auftrag gegebenen Dorfentwicklungsplan verfolgt. „Wir wollen die kommenden zehn bis 15 Jahre betrachten und dann aktiv gestalten“, sagte Bürgermeisterin Henriette Krohn (parteilos) im Gespräch mit shz.de. Gemeinsam mit Matthias Meier (SPD), Hermann Ahrens (CDU) und Detlef Goos (FDP) bildet sie den Arbeitskreis, der sich mit der Zukunft des Dorfs befasst.

„Wir wollen keinen Plan für die Schublade, sondern konkrete, praktische Projekte ausarbeiten und schnellstmöglich umsetzen“, betonte Krohn. Die Themenfelder sind breit gestreut: Infrastruktur, Dorfverschönerung, Naherholung, Öffentlicher Nahverkehr, altersgerechtes und soziales Wohnen beispielsweise.

„Der Flächennutzungsplan ist inzwischen 20 Jahre alt – auch da müssen wir über Änderungen nachdenken“, sagte Krohn. Dabei gehe es weniger darum, neue Baugebiete zu erschließen, sondern die zersiedelte, langgestreckte Ortschaft mehr zusammenwachsen zu lassen.

„Ganz wichtig ist auch ein Dorfmittelpunkt: Wo kommen Menschen zusammen? Wie kann man sie zusammenbringen?“, führte Krohn aus. Nach ihrer und auch Meiers Vorstellung wäre ein Hofladen, möglichst mit einem kleinen Café, wünschenswert. Eine Einkaufsmöglichkeit im Ort sei schon lang im Gespräch, doch Tangstedt sei schlicht zu klein, um für Discounter als Standort attraktiv zu sein.

Entwicklungsziele und Prognosen

„Wir haben auch den Verein Pinneberger Baumschulland bereits angesprochen und um Unterstützung gebeten“, berichtete Krohn. Schließlich sei Tangstedt wirtschaftlich wesentlich geprägt von dieser Berufsgruppe. „Wir wollen ländlich, modern und lebenswert statt ein Vorort von Hamburg sein“, bekräftigte die Bürgermeisterin. Deshalb sei ihr der Punkt der Dorfverschönerung auch besonders wichtig. „Das kann mit wenig Aufwand schnell geändert werden“, ist sich auch Meier sicher.

„Die Bestandsanalyse zur Bevölkerung und deren Wachstum ist inzwischen fertig“, erläutert Krohn den Sachstand. Im nächsten Schritt würden Entwicklungsziele und Prognosen formuliert. Dann beginne die Phase der aktiven Einbindung der Bevölkerung.

„Zunächst laden wir für Mittwoch, 21. September, alle Verein und Verbände zu einem Runden Tisch ein“, gab Krohn bekannt. Dabei würden Bedürfnisse und Wünsche dieser Multiplikatoren erörtert. „Am Mittwoch, 5. Oktober, sind alle Bürger aufgerufen, ihre Vorschläge und Ideen einzubringen“, sagte Krohn. Beginn im Gemeindezentrum im Brummerackerweg 5 ist um 19 Uhr.

Anschließend würden im Arbeitskreis die Ergebnisse zusammengetragen und zu einem Plan ausgearbeitet. „Etwa Anfang bis Mitte 2017 soll dann der Endbericht fertig sein und mit der Umsetzung begonnen werden“, so der Zeitplan der Politik, die auf viel Resonanz der Bürger hofft.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 27.Jul.2016 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen