zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 07:55 Uhr

SummerJazz geht auch ohne Sommer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Weniger Besucher als im Vorjahr / Besucher loben Atmosphäre und musikalische Vielfalt / Sonnabend Tausende Jazz-Fans vor Ort

Jazz-Rock, Blues, Boogie Woogie und Skiffle – die Besucher des 21. SummerJazz-Festivals hatten vier Tage die freie Auswahl. „Ich denke, jeder findet etwas nach seinem Geschmack“, sagte Günter Kleinschmidt, Vorsitzender des Fördervereins SummerJazz Pinneberg. Sein Grinsen wurde immer breiter während er zwischen den großen Bühnen am Drostei- und Lindenplatz hin und her lief, wo weit mehr als 1000 Besucher die Konzerte verfolgten. „So voll hätte es immer sein dürfen“, stellte er zufrieden fest. Doch machte der Regen den Organisatoren des Jazz-Festivals einen Strich durch die Rechnung. „Die Besucherzahl lag etwa bei 20 Prozent zum Vorjahr“, resümierte Kleinschmidt und lobte diejenigen, die mit Schirmen ausharrten: „Ich kann nur jedem danken, der hier war. Das waren unsere Hardcorefans, die trotzdem gekommen sind.“

„Das Festival ist wunderbar. Schade nur, dass das Wetter diesmal nicht so mitspielt wie sonst“, sagte Jürgen Petzold. Der 71-jährige Schenefelder trug ein Band mit allen Festival-Pins um den Hals. „Ich bin jedes Jahr dabei“, erläuterte er stolz.

„Wir sind hier wegen der hochkarätigen Jazz-Musik und es gefällt und wirklich sehr, sehr gut“, lobte Ulrich Bosse aus Bielefeld. Extra für das SummerJazz angereist? „Natürlich“, bekräftigte Bosse und ergänzte dann: „Allerdings aus Hamburg.“

Von dort kamen auch Maren und Robert Arpert. „Es ist nicht schlecht, was man sich in Pinneberg ausgedacht hat. Dafür kommen wir sogar aus der Nachbarschaft“, lobte er. Angereist waren beide mit dem Bus 195 aus Niendorf. „Die Linie darf nie eingestellt werden. Besser kann man aus Hamburg gar nicht anreisen“, sagte Maren Arpert.

Nicht ganz so begeistert war Hartmut Domrös aus Norderstedt, der nach eigenen Angaben früher selbst auf dem SummerJazz gespielt habe: „Die Musik ist lauter als früher. Nicht alles gehört zum Genre“, beklagte er. Zudem sei er genervt, dass man immer von mindestens zwei Bühnen beschallt werde. Sein Fazit: „Früher hat es mir besser gefallen“ Seine Frau Cornelia sah es anders: „Die Atmosphäre ist prima.“ Lob gab es für das ehrenamtliche Organisationsteam: „Da steckt richtig viel Arbeit in der Organisation.“

„Wir haben SummerJazz, aber wir haben gar keinen Sommer. Das ist wirklich sehr, sehr schade“, sagte die gebürtige Brasilianerin Sonja Louzada, die mit ihrem Mann Thomas und ihrer Tochter Claudia hinter der Cocktailbar stand. „Die Leute haben keine Lust auf kalte Drings“, sagte sie und ihr Mann warf ein: „Vielleicht hätten wir in diesem Jahr einfach Glühwein mitbringen sollen.“ Susanne Schliemann aus Tornesch übte Kritik an der Preisgestaltung: „Die Getränke sind zu teuer für Menschen, die wenig Geld haben. Das finde ich total traurig.“ Lob gab es für Musik und Atmosphäre.

Drei Regentage wirkten sich natürlich auch auf die Umsätze und den Verkauf der Festival-Pins aus. Auswirkungen auf die Planungen für das kommende Jahr habe dies aber nicht. „Wir hoffen, dass wir so ein Jahr mit den anderen Veranstaltungen wie Jazz im Foyer auffangen können“, sagte Kleinschmidt. Dann hofft er wieder auf ein SummerJazz mit Sonne.

zur Startseite

von
erstellt am 14.Aug.2016 | 14:08 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen