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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 18:22 Uhr

Stiftung unterstützt Frühförderung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

ProjektThea und Hans Bruns geben Mittel für die Anschaffung von Rahmenpauke und Standbecken frei

Sie sind zwischen drei und sechs Jahre jung, spielen aber deutlich in der oberen Liga, wenn es darum geht, mit Leidenschaft und Hingabe eine Rahmenpauke oder ein Standbecken zu traktieren: Die Kinder einer Gruppe für musikalische Früherziehung im Pinneberger Dolli Einstein Haus lieben diese beiden Schlaginstrumente ganz besonders. Dass sie ihnen zur Verfügung stehen, ist nicht selbstverständlich. Vielmehr verdanken sie diesen Umstand einem Uetersener Ehepaar, das die Anschaffung von Pauke und Becken sowie bunten Reifen über ihre Treuhandstiftung finanzierte.

„In unserer Familie wurde immer viel gesungen und musiziert, und auch unsere Kinder sind dank einer engagierten Lehrerin früh an die Musik herangeführt worden“, sagte Thea Bruns, die die Stiftung zusammen mit ihrem Mann Hans vor fünf Jahren gründete. Ihr Ziel ist eine Förderung der musischen Talente von Kindern. Davon profitierten sie ihr ganzes Leben, sagte Hans Bruns.

Das sieht auch der Leiter der Pinneberger Musikschule, Winfried Richter, so. „Das Angebot der musikalischen Früherziehung dient dazu, dass Kinder sich zu Musik bewegen, singen und die Klangfarben kennenlernen“, sagte er. Die gemeinnützige Einrichtung bietet den Kursus in Zusammenarbeit mit dem Team des 2014 eröffneten Awo-Familienzentrums auf dem Gelände der Kita Dolli Einstein Haus seit einem Jahr mit großem Erfolg an. Die Nachfrage nach einem Platz steigt, „aber bislang fehlten uns Instrumente und Materialien, um der wachsenden Kinderschar gerecht zu werden“, so Richter.

Sowohl das Standbecken als auch die Rahmenpauke zeichnen sich durch ihre robuste Verarbeitung aus, und die hat ihren Preis. 500 Euro stellte die von der Volksbank verwaltete Treuhandstiftung zur Verfügung, für Richter ein großes Glück. „Ohne diese Mittel wäre die Arbeit der Musikschule im Dolli Einstein Haus unvollständig geblieben. Der Anspruch auf eine umfassende musikalische Früherziehung hätte nur unzulänglich realisiert werden können.“ Svea Steingrube, Koordinatorin im Awo-Familienzentrum, sieht einen Zusammenhang zwischen Musikalität und emotionaler Kompetenz eines Kindes. „Musik hilft bei der Entwicklung von Empathie bei Kindern“, sagte sie. Zwei Gruppen mit insgesamt 15 Kindern unterrichtet Musikpädagogin Jasmin Rafii. Bestandteil ihrer Arbeit sind auch die bunten Reifen, mit denen sie etwa Plätze markiert, die die Kinder verlassen und an die sie wieder zurückkehren müssen.

Für das Team des Familienzentrums, das vor zwei Jahren mit Mitteln des Landes aufgebaut wurde, ist die musikalische Früherziehung nur eines von vielen Angeboten wie Yoga, Thai Chi, Erziehungsberatung und offenes Café. „Das Familienzentrum ist ein Nachbarschaftsprojekt, das von der Vielfalt der Angebote lebt“, erläuterte Svea Steingrube. Bis Ende 2017 ist die Finanzierung zunächst gesichert. „Die Familienzentren blühen überall im Land, deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass sie dichtgemacht werden“, sagte sie.

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erstellt am 10.Nov.2016 | 16:18 Uhr

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