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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 20:28 Uhr

Autobahnsanierung zwischen Rellingen und Krupunder : Staustress: Es geht einspurig Richtung Süden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der oiffenporige Asphalt ist verschlissen: Ab 22. Juli wird die A23 erneuert. 2017 ist dann die Fahrbahn Richtung Norden dran.

Rellingen/Halstenbek | „Wir machen so schnell wir möglich.“ Karsten Rohweder, Projektbeauftragter für die bevorstehende Erneuerung des Offenporigen Asphalts (OpA) auf dem A23-Abschnitt zwischen Autoport Nord in Rellingen und Krupunder, weiß um die strapazierten Nerven der Autofahrer. Von Freitag, 22. Juli, – pünktlich zum Start der Sommerferien – bis Sonnabend, 27. August, wird es noch kniffliger: Fünf Wochen lang wird mit der A23-Sanierung auf fünf Kilometern Länge eine weitere Staufalle hinzukommen.

Die Experten im Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Niederlassung Itzehoe, betreuen 127 Kilometer Bundesautobahnen, 383 Kilometer Bundesstraßen, 924 Kilometer Landesstraßen und 337 Kilometer Kreisstraßen. Hinzu kommen 1013 Kilometer Radwege.

In diesem Jahr zunächst in Richtung Hamburg, im Sommer 2017 in umgekehrter Richtung. „Wir verlängern quasi die Einspurigkeit“, beschreibt Rohweder unverblümt die Realität. Damit spielt er auf die Einspurigkeit in Richtung Süden ab Eidelstedt an – bedingt durch die A7-Sanierung sowie als Maßnahme zur Verringerung der Unfallgefahr beim Zusammentreffen von A7 und A23.

Die Blechlawine, die seit Wochen Alltag ist, dürfte in zwei Wochen noch länger werden. Grund genug für Rohweder, seinem Team und der ausführenden Firma, den Zeitplan möglichst einzuhalten. „Am 22. Juli beginnen wir damit, Hinweisschilder aufzustellen. Am Sonnabend erfolgt die Aufbringung der Gelbmarkierung, ab Montag werden wegen der Fahrbahnverengung mobile Schutzwände zur Unfallverhütung aufgestellt“, erklärt Rohweder die Abfolge der vorbereitenden Maßnahmen.

Die erste Phase betrifft das 3,5 Kilometer lange Teilstück von der Automeile bis Schulenburg. Dafür wird die Ausfahrt Halstenbek/Rellingen gesperrt. Während der zweiten, 1,5 Kilometer langen Bauphase zwischen Schulenburg und der Landesgrenze Hamburg, wird laut Rohweder die Ausfahrt Krupunder gesperrt. „Wir nutzen die Gelegenheit, den OpA auch auf die Anschlussarme aufzubringen“, betont Rohweder. Darauf wurde 2007 verzichtet.

2,5 Millionen Euro

Rohweder, Experte beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Niederlassung Itzehoe, beziffert die Kosten für beide Abschnitte auf 2,5 Millionen Euro. Vor knapp zehn Jahren kostete der nervenschonende Flüsterasphalt noch vier Millionen Euro. Grund: Hinzu kamen damals beispielsweise noch Entwässerungsarbeiten.

Warum erneut auf den OpA und nicht auf den strapazierfähigeren herkömmlichen Splittmastix-Asphalt zurückgegriffen wird, hat einen schlichten Grund: „Wir müssen uns an den Planfeststellungsbeschluss halten“, sagt Rohweder lapidar. Dass der OpA nach knapp zehn Jahren Schaden genommen hat, lässt sich aus Sicht von Rohweder ebenfalls erklären: „Der OpA ist besonders für fließenden Verkehr geeignet. Auf dem Abschnitt zwischen dem Autoport Nord in Richtung Hamburg ist die Belastung durch stehenden, bremsenden Verkehr besonders hoch.“ Das dürfte sich auch in Zukunft kaum ändern.

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erstellt am 07.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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