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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 10:55 Uhr

Stadt Pinneberg hält an Lkw-Piste fest

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Westumgehung Straße Beim Ratsberg bleibt Transportweg für Schwerlaster

Schlechte Nachrichten für Anwohner der Straße Beim Ratsberg in Pinneberg-Nord: Die Strecke soll weiterhin Transportweg für Lkw zur Baustelle der Westumgehung an den Fischteichen bleiben. Das teilte jetzt das Bauamt mit. Wie berichtet, hatte die Stadt die Straße umfunktioniert. Damit die Lkw auch gut durch die Anliegerstraße kommen, wurde am 5. September ein absolutes Halteverbot für die Straße erlassen. Bis zum 31. Januar 2017 soll das Halteverbot in der Tempo-30-Zone gelten. Was die Anwohner ärgert: Sie wurden darüber nicht in Kenntnis gesetzt.

Das Bauamt informiert, dass nach Alternativen gesucht worden sei, aber „auf Grund der Größe der Fahrzeuge mit ihren erforderlichen Kurvenradien kommt nur die Zufahrt über die Fahrbahn Beim Ratsberg infrage“. Die Anwohner hatten vorgeschlagen, den Lkw-Verkehr über die Trasse an der Elmshorner Straße an der Netto-Filiale vorbeizuführen. Das Bauamt erteilt dieser Idee ebenfalls eine Absage: Die Einrichtung einer Baustraße hätte eine etwa viermonatige Behinderung der Baumaßnahme Westumgehung zur Folge. Das könne wegen des extrem eng gestalteten Bauzeiten-Plans nicht ermöglicht werden, ohne die Gefahr einzugehen, Zuschüsse von Fördergeldern wegen Bauzeitüberschreitung zu verlieren. Im Klartext: Sollte die Westumgehung bis 2018 nicht fertig gestellt sein, droht der Verlust von Fördergeldern. Die Kosten für die Umgehungsstraße belaufen sich derzeit auf etwa 28 Millionen Euro.

Weitere Zufahrtsmöglichkeiten über den Ossenpadd beziehungsweise Osterloher Weg können aufgrund der Kurvenradien und des baulichen Zustands der Fahrbahnen nicht genutzt werden, so das Bauamt. „Die Befürchtungen der Anwohner, dass die Fahrbahn den Belastungen nicht standhalten könnte, sind unbegründet“, heißt es aus dem Bauamt. Eine mögliche Sanierung der Fahrbahn durch die etwas erhöhte Belastung durch Lkw werde nicht erwartet. Unabhängig davon würden Anwohner bei möglichen Schäden an der Fahrbahn nicht zur Kostenerstattung bei der Straßenunterhaltung herangezogen, sondern die Verursacher, so das Bauamt.

Des Weiteren will die Stadt die Baufirma noch einmal explizit auf die Notwendigkeit zur Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit von Tempo 30 hinweisen. Im Hinblick auf das absolute Parkverbot sagt das Bauamt: Es sei nicht Aufgabe der öffentlichen Hand, für private Parkplätze auf der Fahrbahn zu sorgen. Die Sicherheit von Kindern und älteren Menschen werde nicht als gefährdet bewertet. Schließlich bewegten sich Fußgänger auf den Gehwegen und nicht auf der Fahrbahn.


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erstellt am 20.Sep.2016 | 16:23 Uhr

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