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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 22:24 Uhr

Stadtforum Sport : Sport und Wirtschaft - „Das sind zwei natürliche Partner“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Verhältnis von Sport und Wirtschaft steht im Mittelpunkt des Stadtforums Sport. Neue Kooperationsmodelle entwickeln.

Pinneberg | „Sport kostet Geld. Wir bekommen aber mindestens ebenso viel vom Sport zurück“, sagte Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg am Sonnabend beim Stadtforum Sport. Zu diesem hatten der VfL Pinneberg, der SC Pinneberg und der SuS Waldenau in Zusammenarbeit mit der Stadt bereits das dritte Mal in die Räume der Sparkasse Südholstein in der Rathauspassage eingeladen. Vertreter der Vereine, der Stadtverwaltung, der Politik und der Wirtschaft diskutierten über das Thema „Sport und Wirtschaft – Partner in der Mitte der Gesellschaft“.

Dass der Sport tatsächlich wesentlich mehr gibt als er kostet, bestätigte Frank Ubben, Geschäftsführer der Sport- und Event-Marketing Schleswig-Holstein GmbH. Die Steuereinnahmen des Staates durch den Sport seien wesentlich höher als die Mittel, die für die Förderung und die Schaffung der Infrastruktur ausgegeben werden. Der Sport sei für Schleswig-Holstein ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Der Anteil des Sports am Bruttoinlandsprodukt liegt bei 3,7 Prozent“, erklärte Ubben. Das sei mehr als Fischerei, Forst und Landwirtschaft zusammen erreichen. Der Geschäftsführer der Sport- und Event-Marketing GmbH betonte zudem, dass die Zusammenarbeit zwischen Sport und Wirtschaft noch weiter ausgebaut werden könne. „Das sind zwei natürliche Partner“, sagte er. Ubben fordert unter anderem, neue Kooperationsmodelle zu entwickeln. So könnten sich beispielsweise Tourismus und Sport gegenseitig helfen. Für die Gesundheitsvorsorge seien die Vereine ebenfalls von großer Bedeutung.

Darauf wies auch Thomas Röger hin. Der Bezirksgeschäftsführer der Barmer GEK Pinneberg referierte über die betriebliche Gesundheitsvorsorge.

Dieter Scheithe, Vorsitzender der LG Wedel-Pinneberg kritisierte, dass gerade die großen Unternehmen wenig Bereitschaft zeigen, sich vor Ort zu engagieren. Das wollte Steinberg so nicht stehen lassen. „Pinneberg ist in Sachen Sponsoring im Aufwind“, erklärte sie. Die Unterstützung umfasse nicht nur den Sport, sondern beispielsweise auch kulturelle Veranstaltungen, die in Konkurrenz zu den Vereinen stehen. Die Bürgermeisterin will sich dafür einsetzen, dass in Zukunft mehr Gelder beim Sport landen.

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erstellt am 11.Jul.2016 | 16:30 Uhr

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