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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 09:07 Uhr

Lokaltermin : SPD-Politiker lernen innovative Präzision

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

SPD-Politiker besuchen das stark expandierende Unternehmen BFT Hartmetallwerkzeuge in Brande-Hörnerkirchen.

Brande-Hörnerkirchen | Sichtlich beeindruckt zeigten sich gestern drei SPD-Politiker aus der Region bei einem etwa zweistündigen Lokaltermin bei der Firma BFT Hartmetallwerkzeuge in Brande-Hörnerkirchen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete des Kreises Pinneberg, Ernst Dieter Rossmann, der Landtagskandidat Helge Neumann sowie der Orts-Chef der SPD Höki, Werner Harms, folgten einer Einladung der BFT-Geschäftsführer Günter Bröker und Gabriele Staudt-Bröker, um das weltweit agierende und expandierende Unternehmen mitten im ländlichen Norden des Kreises Pinneberg näher kennenzulernen und Einblicke in den dortigen Produktionsalltag zu bekommen. Rossmann hatte erst vor kurzem dem Unternehmen geholfen, als es es darum ging, die Arbeitsaufnahme einer Fachkraft für CNC-Technik (CNC steht für elektronische Verfahren zur Steuerung von Werkzeugmaschinen) aus Sarajewo zu ermöglichen.

„Das, was wir heute hier zu sehen bekamen, habe ich so nicht erwartet“, erklärt Rossmann. Dass es ein Unternehmen mit einer derartig großräumigen Fertigungsstätte samt einer überaus innovativen Produktpalette, für die es eine anhaltend steigende Nachfrage rund um den Globus in dem doch eher beschaulichen Brande-Hörnerkirchen gibt, sei doch überraschend und überaus erfreulich – umso mehr, wenn man auch mal hinter die dortigen Kulissen schaue.

Und in der Tat: Die Firma BFT Hartmetallwerkzeuge, gegründet 1987 in Halstenbek, fand relativ schnell auf ihren Erfolgskurs. „Im Grunde ist alles im wahrsten Sinne des Wortes in einer Garage entstanden“, sagt Firmengründer Günter Bröker. Sein Metier, die Herstellung von speziellen Schneidegeräten aus Hartmetall, traf bereits nach Firmengründung rasch auf eine große Nachfrage, und die Firma wuchs schnell. Zeitnah wurden größere Räumlichkeiten in Wedel genutzt, bis es 1994 nach Brande-Hörnerkirchen ging, wo auf dem heutigen Betriebsareal an der Steinstraße 35 d mit vorausschauender Planung gebaut wurde.

250.000 Produkte pro Jahr

Heute ist BFT dort mit 50 Mitarbeitern aktiv und fertigt 250.000 Messer und andere Schneidegeräte pro Jahr an. Dabei handelt es sich um Hartmetallwerkzeuge, bei denen es auf höchste Präzision ankommt, denn BFT ist Partner vieler bedeutender Firmen bei Schlüsseltechnologien (wie beispielsweise bei der Chipkartenproduktion), der Dichtungs- und Fahrzeuginterieurbearbeitung sowie in der Flugzeug- und Sicherheitstechnik. Zu den Kunden gehören unter anderem Airbus und BMW. Das große Knowhow des Unternehmens ist und bleibt gefragt und wird auch intern immer wieder gefordert, um weitere Ideen oder Kundenwünsche zu realisieren. Dass dies gelingt, liegt unter anderem an der Kompetenz der Mitarbeiter, die vorrangig aus der Region aber auch von weiter weg stammen – unter anderem aus Russland.

„Bei BFT wird auch deutlich, wie Integration den hiesigen Mittelstand positiv nach vorne bringt“, lobt Rossmann. Auch sei das Netzwerk des Unternehmens mit regional ansässigen Firmen beispielhaft.

Das Wachstum des Unternehmens verursacht aber auch ein leichtes Stirnrunzeln bei Günter Bröker, denn unendlich könne man sich am jetzigen Ort nicht mehr ausdehnen. Doch das Problem sei nicht aktuell, denn letzte Ausbaukapazitäten mit einer Option auf ein zusätzliches Stockwerk sowie platzsparende Maßnahmen bei den jetzigen Produktionsressourcen ließen zumindest noch Luft für die nächsten Jahre.

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erstellt am 26.Okt.2016 | 14:00 Uhr

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