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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 13:25 Uhr

SPD nimmt Müßentwiete in den Fokus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kunstrasenplatz Beteiligte zunehmend verzweifelt

202 Mitglieder zählt die Hockey-Sparte des VfL Pinneberg. Noch. Denn wie lange sie noch ohne einen Kunstrasenplatz auskommen, ist fraglich. Ebenso, wie lange sie noch Geduld aufbringen können. Eine Entscheidung steht immer noch aus. Während die Stadt nach dem Debakel um das Gelände An der Raa (wir berichteten) die Alternativen prüft, übt die SPD laut Kritik. „Es ist ein Armutszeugnis, dass seit mehr als zwei Jahren immer noch keine brauchbare Lösung gefunden wurde“, wettert SPD-Vorsitzender Kai Vogel. Er fordert den „seit mehreren Jahren angekündigten“ Sportentwicklungsplan. „Dann wüssten endlich alle, die sich um einen Kunstrasenplatz bemühen, ob eine Fläche in Pinneberg, die bereits durch Sportvereine genutzt wird, problemlos umgewandelt werden könnte.“

Die Sozialdemokraten nehmen eine Fläche auf dem Sportplatzgelände der Müßentwiete als möglichen Standort in den Fokus. „Ein Kunstrasenplatz macht nur dort Sinn, wo die Infrastruktur vorhanden ist“, schreibt Vogel. An der Müßentwiete gebe es Parkplätze, Umkleideräume und Toiletten. Die drei Plätze seien nach Auffassung der SPD nicht so stark genutzt, dass nicht auf einen verzichtet werden könne. Vogel schlägt den kleinsten Platz am Rand der Anlage vor, der „problemlos für einen Kunstrasenplatz umfunktioniert werden könnte“. Die SPD sieht darin nicht nur Vorteile für den VfL: Auch das Schulzentrum Nord und andere Sportarten könnten den Platz nutzen.

Vogel kündigte an, eine Prüfung der Müßentwiete zu beantragen. „Das behebt aber nicht das Problem“, sagt Joachim Dreher, Vorsitzender der Grünen & Unabhängigen. „Wir wollen schließlich nicht weniger Sportplätze haben, sondern wir brauchen mehr.“ Auch die CDU hält diese Variante für ungeeignet: „Wir brauchen einen extra Standort“, sagt Fraktionsvorsitzender Andreas Meyer. Dass es immer noch keine Lösung gebe, „trifft uns schwer“, sagt er. Dreher nennt die Suche nach einem geeigneten Standort „frustrierend“. Er gibt zu bedenken, dass es die Sparte wahrscheinlich bald nicht mehr geben werde.

Der VfL Pinneberg hält sich raus. Geschäftsführer Uwe Hönke sagt auf Nachfrage: „Wir nehmen zu neuen Vorschlägen Stellung, wenn sie geprüft sind. Dann befassen wir uns selbstverständlich damit.“ Die Stadt äußert sich zum Abstimmungstermin mit der Unteren Naturschutzbehörde auf dem Gelände An der Raa nicht. Auch Kreissprecher Oliver Carstens hält sich bedeckt – und verweist auf die Stadt: „Wie es in dieser Angelegenheit weitergeht, wird nun zunächst von den weiteren Entscheidungen der Stadt abhängen. Der Kreis Pinneberg steht – wie bisher – beratend zur Verfügung.“

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