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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 11:20 Uhr

Mit interaktivem Rundgang : So soll Pinnebergs Bahnhof einmal aussehen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Derzeit Leitungsarbeiten an der Rockvillestraße. Im Herbst soll mit dem Bau des Busbahnhofs begonnen werden.

Pinneberg | Unter dem Schild „Bahnhof Pinneberg“ bröckelt der Putz ab. Der Fahrradunterstand ist verwahrlost. Rollstuhlfahrer haben keine Chance, zu den Gleisen 4 und 5 zu gelangen, wo Regionalzüge halten. Pinnebergs Bahnhof ist marode. Er wurde lange vernachlässigt. Dabei gehört er zu den am stärksten frequentierten Bahnhöfen im Land. 16  500 Menschen steigen laut Bahn täglich ein und aus. 225 Züge halten in Pinneberg, davon 140 S-Bahnen. Viele steigen auf Busse um. Sieben Linien steuern den Bahnhof an. Bislang hielten sie vor dem Eingang. Zu Stoßzeiten staute es sich. Damit ist Schluss. Die Bagger rollen.

Pinneberg macht den Bahnhof fit für die Zukunft. Ein Mammutprojekt über mehrere Jahre. Knapp 3,6 Millionen Euro werden investiert. Aufgrund von Fördermitteln beträgt der Eigenanteil für die Stadt 440.000 Euro. Jüngst wurde der neue Park&Ride-Parkplatz an der Rockvillestraße fertig gestellt. Er bietet Platz für 160 Pkw – und damit 20 mehr als die bisherige Fläche. Vier Parkplätze stehen für Menschen mit Behinderung zur Verfügung. Die Baustelle hat sich jetzt vor das Bahnhofsgebäude verlagert. Und damit auch der Busbahnhof. Busse fahren seit einiger Zeit auf dem ehemaligen Park&Ride-Parkplatz ab. Der Weg vom Gleis zum Abfahrtsbereich ist dadurch länger geworden.

Viele Fahrgäste bahnen sich deshalb den Weg durch die Sträucher neben dem Empfangsgebäude. Gewöhnen sollten sie sich an den neuen Weg nicht, denn der Busbahnhof wird bald erneut verlegt. „Die derzeit laufenden Leitungsarbeiten der Stadtwerke werden im Herbst abgeschlossen sein“, kündigt Bauamtschef Klaus Stieghorst an. Im Anschluss werde dann der neue Busbahnhof in Angriff genommen. Allerdings unter Vorbehalt, wie er sagt. Denn Pinneberg hängt am Kieler Tropf. Die Stadt steht unter dem Rettungsschirm. Der Haushalt 2016 wird erst genehmigt, wenn die Jahresabschlüsse für 2009 und 2010 vorliegen. Der erste Schritt ist gemacht: Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) legte die Bilanz für 2009 jetzt vor.

An Radfahrer ist besonders gedacht

„Während des Baus werden die Busse wieder – wie bisher – vor dem Bahnhofsgebäude abfahren“, sagt Stieghorst. Der neue Busbahnhof soll Mitte nächsten Jahres fertig sein. Im dritten Bauabschnitt folgt dann – voraussichtlich 2018 – die Umgestaltung des Platzes vor dem historischen Bahnhofsgebäude, das als ältestes in Betrieb befindliches Schleswig-Holsteins unter Denkmalschutz steht. Dort fahren auch die Taxen ab.

Neue Abstellmöglichkeiten für Radfahrer spielten bei den Planungen von Beginn an eine wichtige Rolle. 1000 Stellplätze soll es geben. Auf der Nordseite soll ein Fahrradparkhaus mit Servicestation entstehen, auf der Südseite ist ein Fahrradturm im Gespräch. Zudem wird unter dem Fahrradparkhaus Platz für einen Supermarkt geschaffen.

Auch der Bahnhof selbst wird umgestaltet: Die Bahn will eine neue, barrierefreie Unterführung errichten und das Bahnhofsgebäude erweitern – unter anderem soll es Toiletten geben. Wann, steht allerdings noch nicht fest.

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erstellt am 04.Aug.2016 | 21:45 Uhr

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