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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 05:05 Uhr

Interaktiver Rundgang : So soll es einmal aussehen - alles zum neuen Bahnhof in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

16.500 Menschen steigen täglich am Pinneberger Bahnhof ein und aus. Die Kreisstadt rüstet sich für die Zukunft und saniert ihn derzeit.

Wer ist für die Neugestaltung zuständig?

Die Stadt zeichnet für die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes (Park&Ride-Parkplätze, Busbahnhof usw.) verantwortlich, die Deutsche Bahn AG ist für die Sanierung des Bahnhofs samt Bahnhofsgebäude zuständig. Allerdings wird die gesamte Bahnhofsumgestaltung als ein großes Projekt betrachtet. Die Koordination der Planungen erfolgt deshalb in einem sogenannten Lenkungskreis, an dem die Bahn AG, die NAH SH, das Verkehrsministerium und die Stadt Pinneberg beteiligt sind.

Mit welchen Einschränkungen müssen Bahnfahrer rechnen?

Derzeit wird der Verkehr aufgrund von Leitungsarbeiten umgeleitet, die Bahnhofstraße ist Einbahnstraße. Fußgänger und Radfahrer werden über die Straße umgeleitet. Im Herbst soll mit dem Bau des neuen Busbahnhofs begonnen werden, der Mitte nächsten Jahres fertig sein soll. „Bis dahin ist je nach Baustellenzustand mit Einschränkungen zu rechnen. Diese werden aber eher gering ausfallen, da weder der Bahnhofsvorplatz noch die Rockvillestraße in größerem Umfang betroffen sind“, kündigt Pinnebergs Bauamtschef Klaus Stieghorst an.

Wie viel kostet die Neugestaltung?

Die Gesamtkosten des Projekts „Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes“ belaufen sich auf 3,59 Millionen Euro. Es wurde in das ÖPNV-Förderprogramm 2013 aufgenommen. Auf dieser Grundlage hat die Stadt weitere Fördermittel vom Förderfonds-Nord beantragt, sodass sich folgende Finanzierung ergibt:

  • Die Zuwendungen durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz betragen 1,82 Millionen Euro,
  • durch den Förderfonds-Nord 1,33 Millionen Euro.
  • Der verbleibende Eigenanteil der Stadt beläuft sich damit auf 440.000 Euro.
Wie viele Park&Ride-Plätze gibt es?

Der neue Park&Ride-Parkplatz an der Rockvillestraße, der bereits fertig gestellt ist, bietet Platz für 160 Pkw – und damit 20 mehr als die bisherige Fläche bot. Vier Parkplätze stehen für Menschen mit Behinderung zur Verfügung. Auch auf der Bahnhofssüdseite soll die vorhandene Park&Ride-Fläche von derzeit 91 auf 148 Plätze erweitert werden.

Wo fahren die Busse künftig ab?

Auf dem ehemaligen Park&Ride-Parkplatz an der Rockvillestraße. Dort fahren die Busse auch momentan ab, solange, bis mit den Bauarbeiten für den neuen Busbahnhof begonnen wird. Dies ist für Herbst vorgesehen.

Was ist für Radfahrer geplant?

Großen Wert wird in den Planungen auf Fahrradstellplätze gelegt. Insgesamt soll es 1000 geben. Auf der Nordseite ist ein Fahrradparkhaus geplant, mit einer Service-Station. Offen ist, durch wen dieser Bau realisiert wird. Optionen sind laut Verwaltung, dass die Stadt das Gebäude mit einem privaten Investor realisiert, oder aber, dass die Bahn das Gebäude baut, die Stadt jedoch den Betrieb des Parkhauses übernimmt. Für die Südseite des Bahnhofs sind eine neue Bike&Ride-Anlage und ein Fahrradturm, in dem ein automatisches Parksystem eingebaut wird, im Gespräch.

Wann wird die Südseite des Bahnhofs umgestaltet?

Die Umgestaltung des Vorplatzes auf der Bahnhofssüdseite wir für 2017, spätestens 2018 angestrebt. Sie hängt eng mit der Entwicklung des Ilo-Geländes und dem Bau des neuen Tunnels unter den Gleisen zusammen.

Was plant die Deutsche Bahn?

Die Bahn AG plant, einen neuen Tunnel unter den Gleisen zu bauen. Der bisherige wird erst nach der Fertigstellung des neuen Tunnels geschlossen. Die Bauarbeiten sollen im September 2018 beginnen. Das historische Empfangsgebäude soll ebenfalls 2018 saniert werden. Daneben entsteht ein Neubau, in dem sich das Fahrradparkhaus befindet sowie im Erdgeschoss ein Supermarkt. Ein Betreiber steht noch nicht fest und wird durch die DB gesucht.

 
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erstellt am 04.Aug.2016 | 22:00 Uhr

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