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Pinneberger Tageblatt

22. März 2017 | 23:24 Uhr

Grippewelle : So heftig war’s noch nie

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Im Kreis Pinneberg sind im Februar 429 Fälle des Influenza-Virus registriert worden.

Kreis Pinneberg | Es ist eine Rekordzahl, die keine Freude aufkommen lässt: 429 Grippefälle hat das Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg im Februar registriert. So heftig war’s in einem Februar noch nie. Bereits im Januar hatte es ungewöhnlich viele Grippefälle im Kreisgebiet gegeben.

Ärzte empfehlen ihren Patienten im Falle einer Erkrankung immer wieder vorallem Bettruhe, eine gesunde und vitaminreiche Kost sowie viel zu trinken.

Üblicherweise sind Februar und März die Monate, in denen die Grippewelle ihren Höhepunkt erreicht. Mit 429 Fällen ist der Ausschlag nach oben in diesem Jahr allerdings besonders hoch. Zum Vergleich: In den drei Jahren zuvor gab es insgesamt gerade einmal 272 Fälle. Und mit 139 Fällen im Januar hatte es auch für diesen Monat eine Rekordzahl an Erkrankten gegeben. 

Das ist vor allem deshalb so besorgniserregend, weil es bei der Krankheit um die echte Grippe, die gefährliche Influenza, und nicht um einen eher harmlosen grippalen Infekt geht. Denn nur die Influenza muss von den Ärzten gemeldet werden und wird deshalb in den Gesundheitsämtern registriert.

Auch andere Regionen in Schleswig-Holstein sind betroffen. Doch längst nicht jeder Erkrankte geht zum Arzt. Und nicht jeder Arzt erkennt, dass sein Patient an Influenza und nicht an einem grippalen Infekt erkrankt ist. Wie viele Menschen tatsächlich von dem Grippevirus befallen sind, weiß deshalb niemand. „Die Dunkelziffer ist enorm hoch“, sagt ein Arzt. 

„Influenza ist eine ernsthafte, mitunter auch lebensbedrohliche Erkrankung, die durch Grippeviren ausgelöst wird“, heißt es im Merkblatt des Kreises Pinneberg. „Typisch für eine echte Grippe ist das plötzlich einsetzende Krankheitsgefühl mit Fieber, Halsschmerzen und trockenem Husten, begleitet von Muskel-, Glieder-, Rücken- oder Kopfschmerzen. Die Erkrankten fühlen sich sehr schwach“, heißt es  beim Gesundheitsamt weiter. Eine mögliche Folge der Grippe kann eine  Lungenentzündung sein. Auch jetzt sei eine Impfung deshalb noch sinnvoll, so Dr. Angelika Roschning, Leiterin des Kreisgesundheitsamts: „Für den einzelnen, dem die Impfung gegebenenfalls nützt, ist es nie zu spät solange das Grippevirus zirkuliert.“

Eine Erklärung für die ungewöhnlich hohe Zahl an Grippefällen in diesem Jahr haben die Experten des Kreisgesundheitsamt nicht. Es sei zudem nicht vorhersagbar, ob der Höhepunkt der Grippewelle mit den bislang 568 Fällen in 2017 bereits überschritten ist. Nicht auszuschließen, dass es auch im März auf diesem hohen Niveau weitergeht.

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erstellt am 02.Mär.2017 | 14:00 Uhr

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