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Pinneberger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 11:36 Uhr

Mit Umfrage : Sieben Anlagen auf 500 Metern - noch eine Fußgängerampel an der Friedrich-Ebert-Straße

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ampelwahnsinn in Pinneberg. Eine Anlage folgt auf die nächste. Dazu kommen derzeit mehr als 20 Baustellen in Pinneberg.

Pinneberg | Die Behebung eines Rohrbruchs am Damm, Kanalarbeiten vor dem Bahnhof, die Umgestaltung des Thesdorfer Wegs und vermehrter Verkehr aufgrund der Bauarbeiten auf der A23 – Autofahren ist in Pinneberg derzeit eine Geduldsprobe. Die Kreisstadt weist auf ihrer Internetseite auf mehr als 20 Baustellen hin. Auch an der Friedrich-Ebert-Straße stehen auf Höhe der Hausnummer 38 seit ein paar Tagen die rot-weiß gestreiften Baustellenabsperrungen.

Seit gestern ist zu erkennen, was dort entsteht: eine neue Fußgängerampel. Direkt vor dem Parkplatz von Edeka Meyer. Wenige Meter von der Ampel nahe der Bismarckstraße entfernt. Fußgänger und Radfahrer haben künftig also eine weitere Gelegenheit, die Friedrich-Ebert-Straße im Innenstadtbereich sicher zu überqueren. Autofahrer müssen dagegen öfter auf die Bremse treten: Es ist die siebte Fußgängerampel innerhalb von knapp 500 Metern – ausgehend von der Kreuzung Damm/Fahltskamp.

Ist eine zweite Ampel so nah an einer anderen notwendig? Auf den ersten Blick schon. Es ist morgens, kurz nach neun Uhr. Die Zahl derer, die an dieser Stelle die Straße überqueren, steigt schnell auf 20 an. Ute Heydorn parkt ihr Auto vor der VR-Bank. Sie kommt aus Kummerfeld, geht gern in Pinneberg einkaufen. Was sie als Autofahrerin von der neuen Ampel halte? Sie verteidigt sie: „Wir Autofahrer sind nicht die Könige der Straße. Wir müssen Rücksicht nehmen. Außerdem fahren wir alle sowieso zu viel Auto“, sagt sie. Passantin Katja Waldow sieht das anders. Die Pinnebergerin hält die neue Ampel für unnötig. „Die eine reicht“, sagt sie und zeigt auf den Überweg an der Bismarckstraße.

Die Masten stehen schon, die Lichtanlage soll bis Ende der Woche montiert sein.
Die Masten stehen schon, die Lichtanlage soll bis Ende der Woche montiert sein. Foto: Mertin
 

„Das sind ja nur ein paar Schritte mehr.“ Noch stehen erst die Masten. Die neue Lichtsignalanlage wird laut Bauamtschef Klaus Stieghorst Ende dieser Woche montiert. Sie ist Teil des zweiten Bauabschnitts des „Neuen Zentrums“. Die Kosten für den Umbau betragen etwa 390.000 Euro. Die Arbeiten sollen mit Städtebaufördermitteln finanziert werden. Pinneberg trägt ein Drittel der Kosten. Durch den Fußgängerüberweg soll ein direkter Zugang zum neuen Innenstadtbereich und zur Ebertpassage geschaffen werden. Bei der neuen Anlage handelt es sich um eine sogenannte Bedarfsampel. Wer über die Straße möchte, fordert ganz bequem grünes Licht an.

 
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erstellt am 04.Aug.2016 | 13:00 Uhr

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