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Pinneberger Tageblatt

29. Juni 2016 | 11:14 Uhr

Schulverein braucht Zuschüsse

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Betreuung an der Bilsbek-Schule teurer als gedacht

Die Nachmittagsbetreuung ist für den Schulverein Bilsbek ein Zuschussgeschäft. Deshalb braucht der Verein in diesem Jahr 36 000 Euro, um die Offene Ganztagsschule an der Bilsbek-Schule zu finanzieren. Über den Antrag auf Fördermittel diskutiert am Donnerstag, 27. Februar, ab 20 Uhr der Schulverband Bilsbek der Gemeinden Prisdorf und Kummerfeld.

Eigentlich sollte der Nachmittagsbetrieb kostendeckend und ohne Unterstützung der Gemeinden Prisdorf und Kummerfeld funktionieren, die gemeinsam die Bilsbek-Schule errichtet haben. „Wir kommen aber in diesem Jahr nicht ohne Unterstützung aus“, sagt Sabine Loof (Foto), Vorsitzende des Schulvereins. Höhere Personalkosten, mehr Anmeldungen als erwartet und fehlende Fördermittel – laut Loof gibt es zahlreiche Gründe für die Geldsorgen.

Den Schulverein trifft vor allem, dass auch 26 Kita-Kinder nachmittags betreut werden. Das wird vom Land gebilligt, aber nicht gefördert. Mittel gibt es nur für die Grundschüler. Allein dadurch entsteht ein Minus von 21 000 Euro.

Dass die Eltern der Kleinsten mehr als Mütter und Väter der Grundschüler zahlen müssen, kommt für die Vorsitzende des Schulvereins nicht in Frage. Die Personalkosten sind ebenfalls wesentlich höher als erwartet. „Das hängt auch damit zusammen, dass wir von der Nachfrage regelrecht überrannt wurden“, so Loof.

Etwa 150 Kinder werden inzwischen nachmittags betreut. Weit mehr als ursprünglich angenommen. So kann beispielsweise das Mittagessen nicht kostendeckend zubereitet werden, weil dafür wider Erwarten zusätzliches Personal eingestellt werden musste.

Dazu kommen auch noch Softwareprobleme, die ebenfalls für nicht einkalkulierten Aufwand sorgten. Viele Arbeiten wurden manuell erledigt. Insgesamt stehen so jährlichen Einnahmen von 181 000 Euro Ausgaben in Höhe von 217 000 Euro gegenüber.

Um das Defizit zu verringern, werden wohl laut Loof zum kommenden Schuljahr die Elternbeiträge erhöht. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft weitere Zuschüsse der Gemeinden erforderlich sind. Dafür ist auch eine Ausweitung des Angebots im Gespräch. So könnte an einigen Tagen eine Nachmittagsbetreuung bis 17 anstatt wie bisher bis 16 Uhr möglich sein.

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erstellt am 25.Feb.2016 | 00:31 Uhr

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