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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 05:47 Uhr

Sanierung in Pinneberg : Schulterschluss mit den Schülern

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jetzt nimmt die Schulallianz Stellung zu Vorwürfen der CDU.

Pinneberg | Das konnte nicht unbeantwortet bleiben: Die Pinneberger Schulallianz reagiert auf die Vorwürfe der Pinneberger CDU. Wie berichtet, kritisieren Andreas Meyer und Torsten Hauwetter von der CDU-Fraktion, dass die Schulallianz ihrer Meinung nach parteiisch sei und Politik mache.

„Herzlichen Dank an die Herren Hauwetter und Meyer für die deutlichen und klaren Worte! Im Namen der Schulallianz bedanken wir uns dafür, dass nun alle Pinneberger Eltern und Wähler wissen, woran sie bei der CDU sind“, erwidern Frauke Runden und Ulrike Graefen vom Vorstand der Schulallianz, dem Zusammenschluss aller Schuleltern.

„Parteiisch sind wir – zu 100 Prozent für die Schüler, was angesichts der so deutlich nicht vorhandenen Unterstützung durch die CDU dringend nötig ist“, sagen Runden und Graefen. Und weiter: „Politisch sind wir nicht – verfolgen aber sehr genau, wie sich die einzelnen politischen Parteien für die Schulsanierung einsetzen, und benennen Missstände.“ Geradezu absurd sei die Äußerung, das Engagement der Schulallianz habe zu einem Rückgang der Schülerzahlen an der THS geführt. „Unabhängig von der Tatsache, dass diese Behauptung schlicht falsch ist, muss auf den Unterschied Schulallianz – THS hingewiesen werden“, betonen sie. Hintergrund: Die Schulallianz setzt sich für alle Schulen ein.

Auch hier hätte eine inhaltliche Auseinandersetzung nicht geschadet. Die Schulbausanierung sei also nachrangig, gehen die beiden Frauen auf die Aussagen der CDU-Fraktion ein. Wenn und soweit Geld da sei, werde es in die Straßen fließen. „Wurden wir bislang angegriffen, wenn wir der CDU diese Haltung vorgeworfen haben, so kommen diese Statements nun aus den eigenen Reihen – und das mit großer Überzeugung.“ Straßen gingen also vor Bildung – das sei eine besorgniserregende Entwicklung.

„Mit den im Interview geäußerten Argumenten der beiden CDU-Politiker sollte man sich jedoch auseinandersetzen“, so Runden und Graefen. Der Schulallianz werde undifferenziertes Bemängeln aller Schulzustände vorgeworfen. „An dieser Stelle wäre es sicher von Vorteil gewesen, uns zuzuhören und sich – zumindest wenn man sich öffentlich dazu äußern möchte – mit unseren Inhalten auseinanderzusetzen“, sagen Runden und Graefen.

Allianz kein Gegner der Westumgehung

Die Schulallianz habe immer den heterogenen Bauzustand der Pinneberger Schulen betont, dieser sei ein Grund für das Entstehen der Allianz gewesen: „Raus aus dem Verteilungskampf, hin zu transparenter und gerechter Verteilung aller Schulbaumaßnahmen. Gerade die Solidarität der Schulen im guten Zustand ist die tragende Stütze der Allianz“, sagen sie.

Abschließend sei darauf hingewiesen, so Runden und Graefen, „dass wir weder zu den Gegnern der Westumgehung gehören noch gehörten.“ Auch das hatte die CDU suggeriert. Klar sei jedoch: „Der Großteil der Politik und Verwaltung priorisiert den Straßenbau, so dass die Schulen bei der Kreditaufnahme hinten anstehen und sogar Fördergelder gar nicht erst beantragt werden – denn der Antrag von Fördergeldern verpflichtet.“
 

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erstellt am 02.Aug.2016 | 12:30 Uhr

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